IBU-tec Aktie: VW-Sparkurs belastet PowerCo
IBU-tec verliert weiter an Wert, da der Sparkurs von VW die Nachfrage nach Batteriematerialien dämpft und der Wettbewerb in der Lieferkette zunimmt.

- Kurs fällt um fast vier Prozent
- VW Sparkurs bedroht PowerCo-Partnerschaft
- Neuer Wettbewerber in der Lieferkette
- Umsatzziel von 140 Millionen Euro bis 2030
Die Aktie von IBU-tec hat einen weiteren Rückschlag erlitten. Am Freitag fiel der Kurs um 3,86 Prozent auf 14,95 Euro. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die den Weimarer Batteriespezialisten seit Wochen belastet. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 26 Prozent.
Aus technischer Sicht sieht es düster aus. Die Aktie notiert deutlich unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt fast 16 Prozent. Der RSI von 33,3 signalisiert, dass das Papier allmählich in die überverkaufte Zone rutscht.
VW-Sparkurs trifft Zulieferer
Der Grund für den Abverkauf: Volkswagen. Der Autokonzern verschärft seinen Sparkurs drastisch. Medienberichten zufolge plant VW Werksschließungen und einen massiven Stellenabbau in Deutschland. Das Zielbild 2030 sieht tiefe Einschnitte vor.
Für IBU-tec ist das eine direkte Bedrohung. Die VW-Batterietochter PowerCo ist ein strategischer Schlüsselpartner. IBU-tec entwickelt und produziert LFP-Kathodenmaterial für PowerCo. Wenn VW den Rotstift ansetzt, leidet auch der Lieferant.
Hinzu kommt: PowerCo baut sein Zuliefernetzwerk weiter aus. Das Unternehmen OCSiAl wurde als neuer Lieferant für Kohlenstoff-Nanoröhren ausgewählt. Sie sollen in den Graphitanoden der neuen „Unified Cell“-Plattform zum Einsatz kommen. Der Schritt zeigt: Der Wettbewerb in der PowerCo-Lieferkette wird härter.
Hoffnung auf Langfriststrategie
Trotz des aktuellen Drucks hält IBU-tec an seinen Wachstumszielen fest. Bis 2030 peilt das Unternehmen einen Konzernumsatz von 120 bis 140 Millionen Euro an. Batteriematerialien sollen der wichtigste Treiber sein.
Die Frage ist, ob der Markt diesen Optimismus teilt. Das 6-Monats-Tief bei 13,25 Euro könnte eine wichtige Unterstützung sein. Der Abstand dorthin beträgt aktuell rund 11 Prozent. Marktbeobachter achten nun darauf, ob diese Marke hält oder der Abwärtsdruck anhält.
Die Volatilität bleibt mit 38 Prozent auf einem hohen Niveau. Typisch für Nebenwerte. Und ein Zeichen dafür, dass die Nervosität im Batteriesektor anhält.
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