ImmunityBio Aktie: FDA-Warnung löst 21-Prozent-Crash aus

ImmunityBio sichert sich BCG-Rechte für den US-Markt, während eine Investorenklage wegen Werbeaussagen den Aktienkurs belastet.

Die Kernpunkte:
  • Exklusiver BCG-Versorgungsvertrag mit Japan
  • Sammelklage wegen irreführender Werbung
  • FDA rügte Anktiva-Werbematerialien
  • Umsatz steigt, Nettoverlust bleibt hoch

ImmunityBio versucht, zwei Baustellen zugleich zu lösen. Das Biotech-Unternehmen will die Versorgung mit BCG in den USA absichern. Parallel dazu wächst der Druck durch eine Sammelklage wegen mutmaßlich irreführender Werbeaussagen.

Die Aktie schloss die Woche bei 7,97 Dollar und verlor 2,21 Prozent. Der Kurs bleibt damit in einer Phase, in der operative Hoffnung und rechtliche Risiken eng nebeneinander liegen.

BCG-Supply-Deal als Wachstumshebel

Im Zentrum steht eine exklusive US-Vereinbarung mit Japan BCG Laboratory. ImmunityBio sicherte sich damit die Rechte am Tokyo-172-Stamm. Dieser Schritt soll helfen, den lang anhaltenden BCG-Mangel in den USA zu entschärfen.

BCG spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs. Für den Markt ist das relevant, weil die Versorgungslage seit Jahren angespannt ist. ImmunityBio will die Daten zur Tokyo-172-Variante nun mit der FDA besprechen und eine Biologics License Application vorbereiten.

Hinzu kommt ein klinischer Baustein. Daten aus der vom NCI unterstützten Phase-III-Studie SWOG S1602 deuten darauf hin, dass Tokyo-172 dem bisher klinisch genutzten TICE-Stamm nicht unterlegen ist. Das stärkt die Argumentation für die geplante Einbindung in die US-Versorgung.

Klage wegen Werbeaussagen

Der Gegenpol ist die juristische Belastung. Gegen ImmunityBio läuft eine Sammelklage von Investoren. Sie umfasst den Zeitraum vom 19. Januar bis zum 24. März 2026.

Auslöser war eine Warnung der FDA vom 13. März 2026. Die Behörde beanstandete Werbematerialien zu Anktiva, darunter Passagen in einem Podcast und einer Fernsehwerbung. Nach Einschätzung der FDA enthielten sie irreführende Wirksamkeitsbehauptungen.

Besonders heikel: Die Materialien ließen nach Auffassung der Behörde den Eindruck entstehen, das Präparat könne alle Krebsarten heilen oder verhindern. Nach der öffentlichen Bekanntmachung dieser Vorgänge fiel die Aktie um rund 21 Prozent. Mehrere Kanzleien werben inzwischen um betroffene Aktionäre. Die Frist für die Bewerbung als Hauptkläger läuft bis zum 26. Mai 2026.

Zahlen, die das Bild prägen

Operativ legte ImmunityBio im ersten Quartal 2026 auf 44,2 Millionen Dollar Umsatz zu. Das ist ein Fortschritt. Der Nettoverlust von 351,47 Millionen Dollar zeigt aber, wie teuer der Ausbau weiterhin bleibt.

Der Markt bewertet die Aktie dennoch nicht nur skeptisch. Analysten liegen im Konsens bei „Moderate Buy“. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 14,20 Dollar. Auch Vanguard hat zuletzt seinen Bestand ausgebaut und hielt zuletzt rund 32,8 Millionen Aktien.

Die Aktie bleibt damit ein Titel mit zwei Gesichtern. Die BCG-Strategie kann den operativen Spielraum erweitern. Die rechtliche Auseinandersetzung dürfte aber bis zur Frist am 26. Mai und darüber hinaus den Takt vorgeben.

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