ImmunityBio Aktie: Signale übersehen?
Die FDA wirft ImmunityBio irreführende Werbung für das Krebsmedikament Anktiva vor, was zu einer Sammelklage und einem massiven Kursverfall führte. Trotz starken Umsatzwachstums steht das Unternehmen unter Druck.

- Massiver Kursverlust nach FDA-Warnschreiben
- Sammelklage wegen irreführender Werbung für Anktiva
- Starkes Umsatzwachstum des Krebsmedikaments
- Weitere Zulassungsanträge bei der FDA eingereicht
Ein Kurseinbruch von über 21 Prozent an einem einzigen Tag, fast zwei Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung vernichtet — und das alles wegen eines Podcasts. Hinter dem Absturz steckt ein FDA-Warnschreiben, das ImmunityBio in eine mehrseitige Auseinandersetzung mit Aktionären und Behörden treibt.
Die Klage und ihre Grundlage
Am 24. März 2026 wurde öffentlich, dass die FDA bereits am 13. März ein Warnschreiben an CEO Richard Adcock geschickt hatte. Der Vorwurf: Eine TV-Werbung und ein Podcast hätten das Krebsmedikament Anktiva irreführend beworben und damit gegen das US-Arzneimittelgesetz verstoßen. Konkret geht es um Behauptungen zur Wirksamkeit von Anktiva bei anderen Krebsarten als der zugelassenen Indikation.
Pikant dabei: Die FDA hatte bereits im September 2025 und im Januar 2026 sogenannte Untitled Letters an Altor BioScience geschickt — eine indirekte Tochtergesellschaft von ImmunityBio. Darin bemängelte die Behörde, dass Studiendaten auf der Anktiva-Website irreführend präsentiert wurden. ImmunityBio setzte die beanstandete Kommunikation dennoch fort.
Daraus erwuchs eine Sammelklage (Douglas v. ImmunityBio, C.D. Cal.), die dem Unternehmen und seinem Executive Chairman Verstöße gegen das Wertpapierrecht vorwirft. Investoren, die Anktiva-Aktien zwischen dem 19. Januar 2026 — dem Tag, an dem der fragliche Podcast erstmals ausgestrahlt wurde — und dem 24. März 2026 erworben haben, können sich bis zum 26. Mai 2026 als Lead Plaintiff bewerben. Neben der Kanzlei Robbins Geller Rudman & Dowd ist auch die Rosen Law Firm in die Verfahren eingebunden.
Am 30. März schloss die Aktie bei 6,74 Dollar, ein weiteres Minus von rund 8,6 Prozent gegenüber dem Vortag.
Klinischer Fortschritt als Gegengewicht
Parallel zur juristischen Eskalation laufen die regulatorischen Prozesse weiter. Am 9. März reichte ImmunityBio einen ergänzenden BLA-Antrag bei der FDA für Anktiva in Kombination mit BCG bei einer weiteren Blasenkrebsindikation ein — diesmal für Patienten mit papillären Tumoren ohne BCG-Ansprechen. Die FDA hat den Eingang bestätigt.
Zudem meldete das unabhängige Datenüberwachungskomitee am 26. März, dass die laufende QUILT-2.005-Studie ausreichend Power besitzt, um einen klinisch bedeutsamen Unterschied in der Ansprechrate nachzuweisen. Eine finale Auswertung und ein weiterer BLA-Antrag für BCG-naive Blasenkrebspatienten sind für Ende 2026 geplant.
Das Umsatzwachstum unterstreicht die kommerzielle Dynamik: Im Gesamtjahr 2025 erzielte ImmunityBio mit Anktiva einen Nettoumsatz von 113 Millionen Dollar — ein Anstieg von rund 700 Prozent gegenüber dem Vorjahr, getragen von einem Absatzvolumen, das sich mehr als verachtfacht hat.
Zwei Entwicklungen, eine Aktie
ImmunityBio steht damit vor einer ungewöhnlichen Konstellation: ein Medikament mit starkem Wachstum und laufender klinischer Expansion auf der einen Seite, ein mehrstufiges Klageverfahren mit erheblichem Reputationsschaden auf der anderen. Der ergänzende BLA-Antrag für BCG-naive Patienten — eine deutlich größere Patientenpopulation als die aktuelle Zulassung — könnte die langfristige Bewertung von Anktiva maßgeblich verschieben. Ob die FDA diesen Antrag ohne weitere Komplikationen annimmt, wird angesichts der laufenden Werbevorwürfe zur entscheidenden Frage für das zweite Halbjahr 2026.
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