Impact Silver Aktie: 8,1 Prozent Minus auf 0,17 Euro
Trotz Rekordumsatz und Gewinn im ersten Quartal 2026 bricht die Aktie von Impact Silver aufgrund fallender Silberpreise ein.

- Silberpreis fällt unter 56 Dollar
- Aktie verliert über acht Prozent
- Rekordumsatz von 31,2 Millionen Dollar
- Explorationsteam wird personell verstärkt
Der Silberpreis ist am Donnerstag eingebrochen. Das Edelmetall fiel unter 56 Dollar je Unze – der tiefste Stand seit November. Für Impact Silver bedeutet das einen herben Kursschlag. Die Aktie des Silberproduzenten verlor 8,1 Prozent auf 0,17 Euro.
Der Absturz des Silberpreises hat mehrere Auslöser. Die US-Notenbank Fed hat sich zuletzt überraschend restriktiv gezeigt. Der Dollar kletterte auf den höchsten Stand seit über einem Jahr. Das macht Rohstoffe wie Silber für internationale Käufer teurer. Gleichzeitig sinken bei steigenden Zinsen die Chancen für Anlagen ohne Zinsertrag – auch das drückt auf den Silberpreis.
Hinzu kommt ein Ausverkauf im globalen Technologiesektor. Silber ist ein zentraler Werkstoff in der Elektronikproduktion. Sinkende Tech-Kurse wecken Zweifel an der industriellen Nachfrage. Silber-ETFs verloren am Dienstag zwischen vier und fünf Prozent.
Operationelle Stärke in schwierigen Zeiten
Trotz der Preisschwäche setzt Impact Silver auf Wachstum. Anfang Juni verstärkte das Unternehmen sein Explorationsteam. Zwei neue Technical Consultants und zwei Geologen kamen an Bord. Sie sollen die Arbeiten an den wichtigsten Projekten vorantreiben – dem Royal Mines of Zacualpan Silber-Gold-Projekt in Zentralmexiko und dem Plomosas-Zink-Projekt.
Präsident und CEO Fred Davidson lobte die Erfahrung der Neuzugänge. Sie kennen sich mit epithermalen Edelmetallvorkommen aus und haben tiefe Kenntnisse der mexikanischen Geologie. Das soll die laufenden Bohrungen beschleunigen.
Zahlen passen – Kurse nicht
Das erste Quartal 2026 lief für Impact Silver operativ stark. Der Umsatz stieg auf 31,2 Millionen Dollar – fast eine Verdreifachung zum Vorjahr. Der Rekordgewinn lag bei 11,3 Millionen Dollar. Die Kasse ist mit 45,3 Millionen Dollar gut gefüllt. Langfristige Schulden? Fehlanzeige.
Die Aktie zeigt davon wenig. Auf Wochensicht verlor sie 11,6 Prozent, auf Monatssicht sogar 31,6 Prozent. Gemessen am Januar-Hoch von 0,36 Euro steht das Papier fast 54 Prozent tiefer. Der RSI von 37,4 deutet auf leichte Überverkauftheit hin. Die annualisierte Volatilität liegt bei 103 Prozent.
Die operative Stärke des Unternehmens steht im Widerspruch zum Kurseinbruch. Ob der Silberpreis diese Lücke wieder schließt, bleibt abzuwarten. Erst eine nachhaltige Erholung des Edelmetalls könnte Impact Silver aus der Schieflage befreien.
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