Inditex: Quartalszahlen überraschen

Der spanische Textilkonzern, zu welchem unter anderem die Marke Zara gehört, lag mit seinen Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres unter dem Strich über den Erwartungen der Analysten.

© Inditex
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Während diese mit einem Umsatzplus von 10,5% gerechnet hatten, konnte Inditex von Februar bis Ende April ganze 12% und damit 4,88 Mrd. Euro präsentieren. Das ist umso bemerkenswerter, da zugleich die Nachfrage aus China schwächer war.

Inditex baut Online-Angebot weiter aus

Vor allem der Online-Handel legte weiterhin deutlich zu. Hier will der Textilkonzern seine Aktivitäten auch weiterhin stetig ausbauen. Konzernchef Pablo Isla machte jedoch auch deutlich, dass auch der Einzelhandel vom Online-Handel profitieren würde. Viele Kunden würden Waren zum Umtausch in die Filiale vor Ort bringen und dann dort für zusätzliche Umsätze sorgen.

Das operative Ergebnis stieg im Berichtszeitraum um 6% auf 705 Mio. Euro. Damit lag man zwar ebenfalls über den Analystenerwartungen, erreichte jedoch keinen Zuwachs im zweistelligen Bereich mehr.

Die Konkurrenz schläft nicht

Während sich der spanische Konzern in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt und Konkurrenten wie beispielsweise H&M sozusagen abgehängt hat, droht nun Gefahr von Seiten der irischen Modekette Primark.

Diese im Billigsegment angesiedelte Kette könnte sich zu einem echten Problem für die Spanier entwickeln. Primark selbst stellte erst kürzlich fest, dass man in Spanien bereits die Marktführerschaft übernommen habe.

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Die Aktie des weltgrößten Textilkonzerns musste in den letzten Tagen deutliche Kursverluste hinnehmen, welche heute zum Teil wieder ausgeglichen werden konnten. Mit Blick auf den Chart wird jedoch deutlich, dass man von den Höchstständen im vergangenen Jahr noch deutlich entfernt liegt.

Konnte man zum Ende des letzten Jahres noch einen Kurs von mehr als 35 Euro verzeichnen, liegen die Papiere mit aktuell knapp 29 Euro deutlich darunter. Analysten der Société Générale sehen für die Aktien des Konzerns jedoch immer noch ein Kursziel von 33 Euro, stuften die Papiere allerdings von Kaufen auf Halten herab. Insgesamt blieben die Experten jedoch bei ihrer fundamental positiven Einschätzung für das Unternehmen.

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