Indus Holding: Aktie langsam ausgereizt?

Bei der Beteiligungsgesellschaft Indus Holding lief es im vergangenen Jahr sehr gut. Nachdem man auch im letzten Quartal des Geschäftsjahres einen Schlussspurt vorlegte, können die Zahlen auf breiter Ebene überzeugen.

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Indus Holding hat sich auf die Beteiligung an mittelständischen Produktions-Unternehmen Fokus hielt. Inzwischen kann das Unternehmen auf ein breit angelegtes Beteiligungsportfolio zurückgreifen. Dabei hat man Investitions-Schwerpunkte in fünf Bereichen gesetzt: Bau/Infrastruktur; Fahrzeugtechnik; Maschinen- und Anlagenbau; Medizin- und Gesundheitstechnik und Metalltechnik.

Indus Holding erreicht starke Wachstumsdynamik

Aus dieser Kombination erreichte das Unternehmen im Schlussquartal 2016 ein Umsatzwachstum um 4,2 % auf 369 Millionen Euro. Der operative Gewinn konnte leicht von zuvor 37,4 Millionen Euro auf 38 Millionen Euro gesteigert werden. Daraus ergab sich für das gesamte Jahr 2016 ein Umsatzzuwachs um 3,6 % auf 1,44 Milliarden Euro. Beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte Indus Holding sogar ein überproportional starkes Wachstum von 6,6 % auf 145 Millionen Euro. Der Nettogewinn wurde unter dem Strich um noch kräftigere 17,1 % auf 80 Millionen Euro gesteigert.

Damit wird die Aktie von Indus Holding den Vorschusslorbeeren gerecht, die in den letzten Wochen zu einem kräftigen Aufschwung geführt hatten. Auslöser der Rallye war die Ankündigung von Indus, dass man die bisherige EBIT-Prognose von 138 Millionen Euro erreichen oder übertreffen könne. So kam es nun auch. Was allerdings im Markt die Frage aufwirft, ob nicht die guten Zahlen inzwischen im Aktienkurs ausreichend eingepreist wurden.

Von der Bewertung her ist noch etwas Luft

Dazu ein Blick auf die Bewertungskennzahlen: Mit einem geschätzten KGV von 17 für 2017 liegt die Indus-Aktie noch leicht unter dem Branchendurchschnitt, der ein geschätztes KGV von knapp unter 20 ausweist. Beim Kurs-Cashflow-Verhältnis bietet Indus mit knappen 10 sogar deutlich weniger als die Peer Group, die es auf durchschnittlich 16 für dieses Jahr bringt. Zu guter Letzt liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis mit 0,9 ebenfalls deutlich unter dem Branchen-Durchschnitt, was für die Aktie durchaus noch Potenzial bedeuten könnte.

Allerdings: Nach solch einer Rallye wäre es im Sinne der Nachhaltigkeit wünschenswert, dass es eine kleine Zwischen-Korrektur gibt. Ein Rücksetzer in den Bereich von 55/56 Euro würde hier vollkommen ausreichen. Wir würden dafür plädieren, auf solch einen Rücksetzer zu spekulieren und nicht den vorangelaufenen Kursen nachzulaufen.

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