Infineon Aktie: 73,19 Euro — erstes Mal über 70 seit 2000
Infineon überspringt die 70-Euro-Marke erstmals seit der Dotcom-Ära. KI-Rally und angehobene Jahresprognose treiben den Halbleiterkonzern an.

- Erster Schlusskurs über 70 Euro seit 2000
- KI-Rally treibt gesamten Technologiesektor
- Angehobene Jahresprognose für Umsatzwachstum
- Charttechnischer Ausbruch aus Widerstandszone
Fast eine Verdopplung in zwölf Monaten — und der Höhepunkt kam erst am Freitag. Infineon schloss bei 73,19 Euro, ein Plus von knapp sechs Prozent an einem einzigen Tag. Wichtiger noch: Es war der erste Schlusskurs über der Marke von 70 Euro seit der Dotcom-Ära.
KI-Rally trägt den gesamten Sektor
Der Anstieg war kein Einzelphänomen. Europaweit zählten Technologiewerte am Freitag zum stärksten Sektor, auch Aixtron, Elmos Semiconductor und Suss MicroTec legten deutlich zu. Die treibende Kraft bleibt die KI-Infrastruktur — Rechenzentren, Leistungselektronik, Halbleiter für Hochleistungsanwendungen.
Infineon hatte diesen Rückenwind bereits Anfang Mai in Zahlen gegossen. Für das zweite Geschäftsquartal 2026 meldete das Unternehmen einen Umsatz von 3,812 Milliarden Euro und eine Segmentergebnis-Marge von 17,1 Prozent. Noch wichtiger war die angehobene Jahresprognose: Statt moderatem erwartet Infineon nun deutliches Umsatzwachstum, die Segmentergebnis-Marge soll rund 20 Prozent erreichen, der Free Cash Flow etwa 1,25 Milliarden Euro.
70 Euro als neue Orientierungsmarke
Charttechnisch ist die Zone um 70 Euro nun der erste Referenzpunkt. Hält der Kurs darüber, bestätigt sich der Ausbruch aus einer mehr als 25 Jahre alten Widerstandszone. Ein Rückfall darunter würde zeigen, dass die Marke trotz des ersten Sprungs seit der Jahrtausendwende noch nicht stabil verteidigt wird.
Mit einem Plus von über 90 Prozent seit Jahresanfang und knapp 111 Prozent auf Jahressicht notiert die Aktie weit über ihren gleitenden Durchschnitten — der 200-Tage-Schnitt liegt bei rund 40 Euro. Das RSI von 57,7 signalisiert dabei noch keine überhitzte Lage.
Makrodaten als nächster Stresstest
In der Woche ab dem 26. Mai stehen mehrere US-Konjunkturdaten an, die den Sektor bewegen könnten: das Verbrauchervertrauen am Dienstag sowie am Donnerstag der PCE-Preisindex, BIP-Daten für das erste Quartal und Auftragseingänge langlebiger Güter. Für Europa veröffentlicht die EU-Kommission am 28. Mai die Economic-Sentiment-Indikatoren, das Eurozone-Sentiment für Mai folgt am 29. Mai.
Die operative Grundlage für Infineon ist mit der angehobenen Jahresprognose und der verbesserten Auftragslage im Automotive-Bereich solide. Ab dem vierten Geschäftsquartal plant das Unternehmen zudem eine Straffung der Segmentstruktur von vier auf drei Bereiche — Automotive, Power Systems und Edge Systems. Ob der Markt die Prognoseanhebung weiter einpreist oder nach dem steilen Anstieg erst Gewinne sichert, zeigen die Makrodaten und die internationale Tech-Stimmung in den nächsten Handelstagen.
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