Infineon Aktie: Hilft jetzt die Nvidia-Karte?

Intels Umsatzprognose liegt unter den Analystenerwartungen und belastet Infineons Kurs; zugleich laufen Technologiekooperationen und Liefervereinbarungen.

Die Kernpunkte:
  • Infineon-Aktie gibt 4,4 Prozent nach
  • Intel stellt 15 bis 16 Milliarden US-Dollar Umsatz in Aussicht
  • Infineon und NVIDIA erweitern Zusammenarbeit für KI-Rechenzentren
  • Mehrjährige Wolfspeed-Liefervereinbarung für 200-Millimeter-Wafer

Infineon gerät heute im Sog des schwachen Intel-Ausblicks unter Druck. Medienberichten zufolge belastet die Umsatzprognose des Unternehmens europäische Halbleiterwerte und damit auch Infineon. Die Aktie fällt um 4,4%.

Intel stellte einen Umsatz von 15–16 Mrd. US-Dollar in Aussicht. Analysten hatten 17,1 Mrd. US-Dollar erwartet. Zudem rechnet das Unternehmen mit anhaltender Schwäche am PC-Markt; der Bericht nennt diesen Ausblick ausdrücklich als Belastung für den Chipsektor und Infineons Kursentwicklung.

Zusammenarbeit für KI-Rechenzentren

Bei Infineon stehen neben dem schwachen Branchenumfeld mehrere angekündigte Technologievorhaben. Am 21. Oktober weiteten Infineon und NVIDIA nach Unternehmensangaben ihre Zusammenarbeit an Gleichstromarchitekturen für KI-Rechenzentren aus. Die Partner arbeiten dabei an Systemen mit 800 Volt.

Im Mittelpunkt steht ein Hochvolt-Intermediate-Bus-Converter auf Basis von Infineons GaN-Technologie. Die Zusammenarbeit betrifft damit konkret die Stromwandlung in KI-Rechenzentren.

Am 22. Oktober starteten UnternehmerTUM Accelerator, Microsoft, Infineon und NVIDIA gemeinsam das „Physical AI Growth Lab“. Das eigenkapitalfreie Förderprogramm richtet sich an europäische Start-ups aus Physical AI, Robotik und industrieller KI. Als Programmzeitraum ist Januar bis April 2027 vorgesehen.

Liefervereinbarung und nächster Zahlentermin

Für seine Siliziumkarbid-Fertigung unterzeichnete Infineon am 15. Oktober eine mehrjährige Liefervereinbarung mit Wolfspeed. Sie umfasst Siliziumkarbid-Wafer mit einem Durchmesser von 200 Millimetern.

Nach Angaben von Infineon soll die bisherige Versorgung durch Wolfspeed damit von 150-Millimeter- auf 200-Millimeter-Substrattechnologie umgestellt werden. Die Vereinbarung unterstützt die entsprechende Umstellung der SiC-Fertigung bei Infineon.

Der nächste bestätigte Unternehmenstermin ist der 10. November. Dann veröffentlicht Infineon die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 und den Ausblick auf 2026/27.

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