Infineon Aktie: Intel-Schatten über Enphase-Deal?
Die 900-Volt-Bauelemente bestanden Infineons Tests; zugleich plant der Konzern bis 2034 Investitionen von rund 1,1 Milliarden Euro in Villach.

- Enphase integriert Schalter in die Produktentwicklung
- Bauelemente mit 900 Volt erfolgreich getestet
- Infineon plant 1,1 Milliarden Euro für Villach
- Goldman-Sachs-Position stieg auf 5,70 Prozent
Infineon wird Enphase Energy mit GaN-Schaltern für Festkörpertransformator-Module in KI-Rechenzentren beliefern, wie das Unternehmen am 26. Oktober mitteilte. Die Bauelemente wurden laut Infineon erfolgreich getestet und werden in die Produktentwicklung von Enphase integriert. Im Sog eines enttäuschenden Intel-Ausblicks verlor die Infineon-Aktie am Freitag Medienberichten zufolge 4,5%.
Enphase setzt auf GaN-Schalter
Für die Zusammenarbeit liefert Infineon Schalter mit einer Spannung von 900 Volt. Die Vereinbarung betrifft damit Bauelemente für Module, deren vorgesehener Einsatzbereich KI-Rechenzentren sind. Eine Integration in Enphase-Produkte ist Gegenstand der laufenden Entwicklung; die Tests der Bauelemente sind nach Unternehmensangaben bereits erfolgreich abgeschlossen.
Zum Umfeld des Kursrückgangs gehört Intels Umsatzprognose für das Schlussquartal. Medienberichten zufolge stellte Intel einen Umsatz von 15–16 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Erwartet worden waren 17,1 Milliarden US-Dollar. Der enttäuschende Ausblick löste dem Bericht zufolge einen breiten Ausverkauf bei Halbleiterwerten aus, der auch Infineon belastete.
Ausbau der GaN-Fertigung angekündigt
Infineon hat außerdem angekündigt, rund 1,1 Milliarden Euro in den Standort Villach zu investieren. Das Investitionsvorhaben reicht bis 2034. Dort will das Unternehmen eine Hochvolumenfertigung für GaN-Leistungshalbleiter aufbauen.
Geplant ist die Fertigung auf 300-Millimeter-Wafern. Nach Angaben von Infineon soll die Produktion bis Ende 2027 starten.
Vor rund zwei Wochen wies eine Stimmrechtsmitteilung für Goldman Sachs eine Gesamtposition von 5,70 % aus, nach zuvor 4,81 %. Dabei entfielen 1,25 % auf Stimmrechte aus Aktien. Weitere 4,45 % entfielen auf Finanzinstrumente; die Gesamtposition bestand somit nicht ausschließlich aus direkt gehaltenen Aktien.
Am 10. November 2026 veröffentlicht Infineon die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026.
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