Infineon Aktie: Starker Aufwärtstrend beginnt

Infineon erhöht Preise für Power-Chips um bis zu 25 Prozent, während japanische Rivalen eine Fusion planen.

Die Kernpunkte:
  • Preisaufschläge von bis zu 25%
  • Fusion japanischer Halbleiterhersteller
  • Neue Fabrik in Dresden startet
  • Aktie legte 44% in 30 Tagen zu

Seit Anfang April verlangt Infineon mehr Geld für bestimmte Power-Switches und Power-ICs. Branchenberichte sprechen von Aufschlägen bis zu 25 Prozent. Das Management begründet den Schritt mit steigenden Fertigungskosten. Auch der Boom bei KI-Rechenzentren treibt die Nachfrage.

Höhere Preise stützen die Marge

Diese höheren Preise fehlen noch im aktuellen Ausblick. Kurz gesagt: ein möglicher Hebel für die Marge. Am 6. Mai präsentiert der Konzern die Quartalszahlen. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 3,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem spürbaren Plus zum Vorjahr.

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Im lukrativen Markt für Siliziumkarbid-Chips wächst indes der Gegenwind. In Japan planen Rohm, Toshiba und Mitsubishi Electric eine Fusion ihrer Leistungshalbleiter-Sparten. Sie wollen Infineons globale Marktführerschaft angreifen. Aktuell kontrollieren die Münchner rund 17 Prozent dieses Segments.

Angriff auf die Marktführerschaft

Infineon reagiert mit höheren Investitionen. Der Konzern stockt das Budget für das laufende Jahr auf 2,7 Milliarden Euro auf. Ein zentraler Baustein ist die neue Fabrik in Dresden. Das Werk soll voraussichtlich Anfang Juli den Betrieb aufnehmen. Der Ausbau kostet rund fünf Milliarden Euro.

Im klassischen Autogeschäft bleibt das Fundament stabil. Infineon verteidigt hier das sechste Jahr in Folge die weltweite Spitzenposition. Im Segment der Mikrocontroller liegt der Marktanteil sogar bei 36 Prozent.

Starke Kursentwicklung

An der Börse kommt der aktuelle Mix gut an. Die Aktie kletterte in den vergangenen 30 Tagen um über 44 Prozent nach oben. Aktuell notiert das Papier bei 53,52 Euro. Damit bewegt sich der Kurs knapp unter dem Jahreshoch vom vergangenen Freitag.

Der anstehende Quartalsbericht liefert den nächsten harten Impuls. Marktbeobachter achten dann besonders auf die operative Marge. Ein hohes Gewicht liegt auf dem China-Geschäft. Immerhin stammen 43 Prozent der Automotive-Erlöse aus der Volksrepublik. Hier muss das Management beweisen, dass die Preissetzungsmacht intakt bleibt.

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