Infineon Aktie: Strom-Deal mit Vertiv?

Die Absichtserklärung umfasst mehrere Stromversorgungskomponenten; Infineon plant zudem eine GaN-Fertigungsstätte in Villach.

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Die Kernpunkte:
  • Gemeinsame Hochvolt-Lösungen für KI-Rechenzentren geplant
  • Batterie-Backups und Netzteile Teil der Absichtserklärung
  • GaN-Werk in Villach bis 2034 vorgesehen
  • Produktionsbeginn in Villach bis Ende 2027 geplant

Infineon und SOLUM haben am Donnerstag eine Absichtserklärung unterzeichnet, um ihre Zusammenarbeit bei Hochvolt-Gleichstromlösungen für KI-Rechenzentren auszuweiten. Nach Angaben von Infineon umfasst das Vorhaben Zwischenbuswandler, Batterie-Backup-Einheiten und Netzteile. Damit reicht die geplante Zusammenarbeit über mehrere Komponenten der Stromversorgung.

Zusammenarbeit an der KI-Infrastruktur

Die Vereinbarung mit SOLUM zielt auf eine Ausweitung der bestehenden Zusammenarbeit. Sie hat den Status einer Absichtserklärung; die beiden Unternehmen wollen gemeinsam an den genannten Hochvolt-Gleichstromlösungen arbeiten.

Eine weitere Vereinbarung zur Versorgung von KI-Infrastruktur meldete Vertiv in dieser Woche: Das Unternehmen schloss mit Infineon eine dreijährige strategische Vereinbarung über die Versorgung mit Silizium- und Siliziumkarbid-Leistungshalbleitern. Nach Angaben von Vertiv sollen die Komponenten unter anderem in dessen 800-VDC-Stromversorgungssysteme für KI-Infrastruktur einfließen.

Bei Produkten für diesen Markt verwies Infineon diese Woche außerdem auf die Markteinführung seines OptiMOS-7-Portfolios. Die Leistungs-MOSFETs sind nach Unternehmensangaben verfügbar und in Serienproduktion. Als Einsatzfelder nennt Infineon KI-Server, Rechenzentren und Telekommunikationsinfrastruktur.

Ausbau der Leistungshalbleiter-Fertigung

Auch auf der Fertigungsseite hat Infineon Investitionen angekündigt. Am 27. Oktober stellte das Unternehmen den geplanten Aufbau einer Fertigungsstätte für GaN-Leistungshalbleiter am Standort Villach vor. Dafür sind Investitionen von rund 1,1 Milliarden Euro bis 2034 vorgesehen.

Die Fertigung soll auf 300-mm-Wafern erfolgen. Den Produktionsstart plant Infineon bis Ende 2027.

Der nächste Termin für Geschäftszahlen ist der 10. November: Dann veröffentlicht Infineon die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2026. Reuters führt das Unternehmen ebenfalls unter den Konzernen, die in der kommenden Woche berichten. Anleger erhalten damit nach den jüngsten Unternehmensankündigungen die nächsten Zahlen zum Geschäftsverlauf.

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