Infineon Aktie: Verkauft Speichergeschäft für 1,12 Milliarden
Infineon veräußert sein NOR-Flash- und F-RAM-Geschäft an Winbond, während Goldman Sachs den Stimmrechtsanteil auf 5,38 Prozent erhöht.

- Winbond übernimmt Infineons Speichersparte
- Kaufpreis beträgt 1,12 Milliarden Dollar
- Goldman Sachs erreicht 5,38 Prozent
- Infineon erwartet 16,3 Milliarden Euro Umsatz
Infineon treibt den Umbau des Konzerns voran und trennt sich von Randaktivitäten. Der Münchner Halbleiterhersteller verkauft sein Geschäft mit NOR-Flash- und F-RAM-Speichern an das Unternehmen Winbond. Die Vereinbarung sieht einen Kaufpreis von 1,12 Milliarden US-Dollar vor.
Mehr Spielraum für das Kerngeschäft
Der Vollzug der Transaktion ist für die zweite Jahreshälfte 2027 vorgesehen. Wie bei Übernahmen dieser Größenordnung üblich, steht der Vollzug noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen. Der Schritt markiert eine gezielte Bereinigung des Portfolios.
Mit dem Milliardenerlös stärkt das Management die finanzielle Flexibilität des Konzerns spürbar. Die frei werdenden Mittel sollen den Handlungsspielraum vergrößern. Zugleich konzentriert sich Infineon damit noch stärker auf wachstumsstarke Bereiche.
Großinvestor stockt Beteiligung auf
Zusätzliche Aufmerksamkeit zieht eine Veränderung im Aktionärskreis auf sich. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihre Position bei den Münchnern vergrößert. Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, stieg der von der Gruppe gehaltene Stimmrechtsanteil auf 5,38 Prozent.
Die meldepflichtige Schwelle wurde bereits am 14. September überschritten. Ein erheblicher Teil dieser Position wird über Finanzinstrumente gehalten. Der Ausbau der Beteiligung durch die Großbank unterstreicht das anhaltende Interesse institutioneller Akteure am DAX-Konzern.
Vorgaben für das Gesamtjahr
Im Xetra-Handel reagieren die Marktteilnehmer erfreut auf die Gesamtlage. Das Papier gewinnt heute 3,5 Prozent auf 58,06 Euro. Mit dieser Entwicklung notiert der Kurs 6,1 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 peilt das Management einen Konzernumsatz von rund 16,3 Milliarden Euro an. Die Segmentergebnismarge soll bei etwa 20 Prozent liegen. Das Marktumfeld für Autohalbleiter und Leistungselektronik bleibt zwar anspruchsvoll, zeigt aber Anzeichen einer schrittweisen Stabilisierung.
Auf der Analystenseite stießen die jüngsten Perspektiven auf geteilte Resonanz. Analysten stufen Infineon hoch (am vergangenen Freitag, seither +3,5 %), während die UBS ihre Einstufung auf „Neutral“ belässt.
UBS-Analyst Francois-Xavier Bouvignies beziffert das Kursziel auf 64 Euro. Mehr Klarheit über die operative Verfassung bringt der nächste Zwischenbericht: Die Veröffentlichung der Zahlen zum vierten Quartal ist für den 10. November 2026 angekündigt.
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