Infineon Aktie: Villach-Millionen genehmigt?
Die EU-Kommission genehmigte Österreichs Förderung; Infineon plant bis 2034 Investitionen von rund 1,1 Milliarden Euro in Villach.

- EU-Kommission billigt staatliche Förderung
- GaN-Fertigung soll Ende 2027 starten
- Server-Referenzdesign erreicht 5,6 Kilowatt
- SiC-Wafer-Abkommen mit Wolfspeed erweitert
Die Europäische Kommission hat gestern Österreichs staatliche Beihilfe von 319 Millionen € für den Ausbau des Infineon-Werks in Villach genehmigt. Medienberichten zufolge unterstützt die Förderung den Aufbau einer Hochvolumenfertigung von GaN-Leistungshalbleitern. Die Infineon-Aktie stieg gestern um 1,1%.
Investitionen in bestehende Reinräume
Infineon hatte am Dienstag angekündigt, bis 2034 rund 1,1 Milliarden € in bestehende Reinraumkapazitäten am Standort Villach zu investieren. Dort soll nach Unternehmensangaben die weltweit erste Hochvolumenfertigung dieser Leistungshalbleiter auf 300-mm-Wafern entstehen.
Den Produktionsstart sieht Infineon für Ende 2027 vor. Das Vorhaben verbindet damit den angekündigten Ausbau bestehender Kapazitäten mit einem über den Fertigungsbeginn hinausreichenden Investitionszeitraum.
GaN-Technik auch für KI-Rechenzentren
GaN steht auch im Mittelpunkt der am 21. Oktober erweiterten Zusammenarbeit zwischen Infineon und NVIDIA. Die Unternehmen arbeiten an GaN-basierten Zwischenbus-Wandlern für Gleichstromarchitekturen in KI-Rechenzentren. Die Lösungen sind für Architekturen mit 800 V ausgelegt und zielen auf Systeme mit bis zu 1 MW Leistung pro Rack. Ein schrittweiser Einsatz ist ab 2027 vorgesehen.
Am Dienstag stellte Infineon außerdem ein M-CRPS-Referenzdesign für Enterprise-Server und Edge-AI vor. Das Unternehmen beziffert dessen Leistung auf 5,6 kW und die Spitzeneffizienz auf über 98 Prozent. Es handelt sich um ein Referenzdesign für die Stromversorgung dieser Anwendungen.
Auch für den Fahrzeugbereich meldete Infineon am Dienstag eine neue Technologie: Das Unternehmen führte LinearFET-MOSFET für Stromverteilungssysteme in Elektrofahrzeugen und softwaredefinierten Fahrzeugen ein.
Mit Wolfspeed erweiterte Infineon zudem seine mehrjährige SiC-Wafer-Liefervereinbarung.
Stand heute, 29. Oktober: Infineon – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Infineon investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 29. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




