Infineon Aktie: Werk in Dresden startet am 2. Juli
Infineon peilt 1,5 Milliarden Euro KI-Umsatz für 2026 an und eröffnet im Juli das neue Werk in Dresden. Die Aktie legte seit Jahresbeginn um 125 Prozent zu.

- KI-Sparte soll 2026 1,5 Mrd. Euro einbringen
- Neue Fabrik in Dresden startet am 2. Juli
- Aktienkurs steigt seit Januar um 125 Prozent
- Cloud-Plattform mit Amazon Web Services gestartet
1,5 Milliarden Euro Umsatz allein durch KI-Rechenzentren. Das plant Infineon für das Geschäftsjahr 2026. Der Chiphersteller surft auf der aktuellen Nachfragewelle und bereitet sich auf den nächsten Wachstumssprung vor.
Finanzvorstand Sven Schneider geht von einem anhaltenden KI-Boom aus. Für den Zeitraum 2026/2027 stellt er einen KI-Umsatz von 2,5 Milliarden Euro in Aussicht. Aktuell drosseln nur die knappen Produktionskapazitäten das Wachstum.
Das Segment gewinnt rasant an Gewicht. Im Jahr 2026 soll der KI-Anteil am Gesamtumsatz bei 13 Prozent liegen. Analysten von Bernstein Research erwarten für 2028 bereits mehr als ein Fünftel. Parallel dazu peilt Infineon eine Segmentmarge von einem Viertel an.
Frische Kapazitäten aus Dresden
Um die Auftragsflut zu bewältigen, baut der Konzern seine Fertigung aus. Die Bank of America bekräftigt ihre Kaufempfehlung und verweist auf die neue Fabrik in Dresden. Am 2. Juli 2026 eröffnet Infineon dort seinen vierten großen Produktionsstandort. Das Werk soll die Marktführerschaft bei Halbleitern für Energiewende und Mobilität sichern.
Die Aktie spiegelt den operativen Erfolg wider. Seit Jahresbeginn kletterte der Kurs um gut 125 Prozent. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 86,37 Euro notiert das Papier nur knapp unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Obwohl das durchschnittliche Kursziel mit rund 76 Euro bereits übertroffen ist, bleiben einige Experten optimistisch. Bernstein Research ruft einen Zielwert von 102 Euro auf. Kepler Cheuvreux sieht den fairen Wert bei 95 Euro.
Tempo in der Software-Entwicklung
Abseits der Hardware drückt Infineon auch bei der Software aufs Tempo. Zusammen mit Amazon Web Services startete der Konzern eine Cloud-Plattform für die kommende RISC-V-Architektur. Automobilhersteller können damit Mikrocontroller virtuell testen. Die Folge: Evaluierungszyklen schrumpfen von mehreren Wochen auf wenige Minuten. Damit verankert sich der Halbleiterhersteller noch tiefer in der Lieferkette der Autobauer.
Die nächsten Impulse stehen unmittelbar bevor. Nach der Werkseröffnung in Dresden folgen am 5. August 2026 die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal. Anleger achten dann besonders auf die Margen und mögliche Prognoseanhebungen im Datencenter-Geschäft.
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