Infineon: Mit Autochips weiter im Aufwärtstrend?

Der Chiphersteller Infineon hat heute seine Zahlen für das vierte Geschäftsquartal präsentiert. Analysten zeigten sich enttäuscht vom Umsatzausblick, die Anhebung der Ziele für die operative Rendite hingegen kam gut an. Die Aktie des DAX-Konzerns reagierte entsprechend ambivalent. Zuerst ging es in den Keller, dann wieder nach oben. Der langfristige Aufwärtstrend scheint aber momentan noch nicht in Gefahr zu sein.

© Infineon
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Mit 225 Millionen Euro hat Infineon im abgelaufenen Quartal deutlich mehr verdient als im Vorquartal mit 186 Millionen Euro. Auch die operative Marge von 16,7 Prozent, das leichte Umsatzwachstum um drei Prozent sowie die geplante Dividende von 22 Cent je Aktie konnten überzeugen. Der Umsatzausblick hingegen enttäuschte. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang von rund vier Prozent.

Die erfreulichste Nachricht aus Analysten- und Anlegersicht: Über einen Zyklus will der Chiphersteller die operative Marge auf 17 Prozent anheben. Angesichts der jetzt schon gesteigerten Profitabilität scheint das Ziel auch realistisch zu sein.

Zukunftsmärkte stimmen optimistisch

Der Vorstandsvorsitzende Reinhard Ploss sieht optimistisch in die Zukunft: In den wichtigen Bereichen Elektromobilität, autonomes Fahren, regenerative Energien und effiziente Stromnutzung sei das Unternehmen gut aufgestellt.

Und tatsächlich ist die Autoindustrie der größte Hoffnungsträger für Infineon. Im Zuge eines Booms von selbstfahrenden Autos und Elektroautos dürfte der Konzern viele Chips verkaufen. Auch auf die Energieindustrie setzt das Unternehmen große Stücke.

Infineon-Aktie: Was muss passieren, damit es weiter aufwärts geht?

Gemessen an der Bewertung der Infineon-Aktie kurz nach Börsenstart im Jahr 2000 (teilweise lag der Titel über 80 Euro) ist der heutige Kurs natürlich sehr gering. Dennoch darf man die Rallye der vergangenen Jahre nicht unterschätzen: Allein in den letzten zwei Jahren hat sich der Aktienkurs etwa verdoppelt – größere Rücksetzer inklusive.

Damit das auch in den kommenden Monaten und Jahren so weitergehen kann, muss Infineon zum einen seine selbstgesteckten Ziele erreichen und zum anderen möglichst stetig wachsen. Mit einer guten Positionierung im nach wie vor zukunftsträchtigen Automobilmarkt kann das gelingen.

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