Infineon übernimmt die rote Laterne im DAX

Anleger des Halbleiterproduzenten Infineon hatten im vergangenen Jahr gut lachen. Die Aktie des Unternehmens entwickelte sich in diesem Zeitraum sehr gut und gehörte zu den stärksten Werten der im DAX notierten Konzerne.

 

© Infineon
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Dazu trug auch der erfolgreiche Abschluss des Geschäftsjahres 2014/15 per Ende September letzten Jahres bei. Neben der steigenden Nachfrage aus der Automobilbranche wirkte sich auch die Integration der übernommenen International Rectifier positiv auf den Kurs aus.

 

Anleger durch Insiderverkäufe verunsichert

Zuletzt geriet dieser jedoch wieder unter die Räder. Zum einen verunsicherten Ende Dezember getätigte Insiderverkäufe die Marktteilnehmer und warfen so die Frage auf, ob man sich ebenfalls von den Papieren trennen sollte.

Der Grund für diese Insiderverkäufe ist jedoch relativ einfach erklärt. Ein gewisser Personenkreis übte die im Jahr 2011 als Vergütungsbestandteil erhaltenen Aktienoptionen aus, welche nun fällig geworden waren. Dieser Verkauf erwies sich als entsprechend attraktiv, da die zu erzielenden Gewinne gedeckelt waren.

 

Holpriger Start von Infineon in das neue Jahr

Aber auch vom Start in das neue Börsenjahr erhofften sich die Marktteilnehmer einen besseren Start. Die Turbulenzen an der Börse in China und die daraus folgende Einstellung des Aktienhandels in China zogen auch die Aktie von Infineon mit nach unten. Heute übernahm der Wert mit einem bisherigen Verlust von mehr als 4% damit die rote Laterne. Dafür könnte auch ein Medienbericht verantwortlich sein, nach welchem Apple die Produktionszahlen für das iPhone in diesem Frühjahr um 30% senken will. Diese Nachricht sorgte dafür, dass sich viele Anleger aus entsprechenden Elektronikwerten zurückzogen.

Die nächste wichtige Unterstützung liegt hier bei 12,00 Euro und sollte sich als recht widerstandsfähig erweisen. Infineon verfügt unserer Ansicht nach weiter über ein gutes Wachstumspotenzial, was sich über kurz oder lang auch wieder am Kurs ablesen lassen sollte.

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Dann ist auch ein neuer Angriff auf das bisherige Hoch nicht vom Tisch. Anleger sollten den Wert in ihrem Depot behalten, sich jedoch mit einem Stopp-Loss nach unten hin absichern. Wir würden diesen bei etwa 11,20 Euro ansiedeln, da sich hier eine deutliche Unterstützung befindet.

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