ING Aktie: Milliarden-Offensive vor Abschluss

ING Groep biegt auf die Zielgerade ihres massiven Aktienrückkaufprogramms ein. Fast das gesamte Volumen von 1,1 Milliarden Euro ist mittlerweile in den Rückerwerb eigener Anteile geflossen. Während die Bank ihre Kapitalbasis strafft, rückt die Zinsabhängigkeit des Instituts verstärkt in den Fokus der Analysten.

Rückkaufprogramm fast erschöpft

In der vergangenen Woche erwarb das Geldhaus weitere 754.279 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 24,03 Euro. Damit investierte die Bank allein in diesem kurzen Zeitraum rund 18,1 Millionen Euro. Seit dem Start der Initiative Ende 2025 hat die ING insgesamt 44,39 Millionen Papiere aus dem Markt genommen.

Das Gesamtvolumen der Rückkäufe summiert sich aktuell auf 1,04 Milliarden Euro. Damit ist das Programm zu 94,47 Prozent abgeschlossen. Der durchschnittliche Kaufpreis über die gesamte Laufzeit liegt bei 23,41 Euro pro Aktie.

Zinsen als Ertragstreiber

Barclays stuft die Aktie weiterhin mit „Overweight“ ein, korrigierte das Kursziel jedoch minimal von 28,50 auf 28,00 Euro. Die Analysten sehen die ING als eines der zinssensitivsten Institute innerhalb der Eurozone. Höhere Zinsen könnten in den kommenden Jahren den Nettozinsertrag deutlich stützen.

Indes plant das Management einen umfassenden Risikotransfer bei Projektfinanzierungen. Dieser Schritt umfasst ausdrücklich auch Kredite im Bereich Öl und Gas. Auf der jüngsten Hauptversammlung in Amsterdam sorgte diese Ausrichtung für Proteste. Klimaaktivisten störten die Veranstaltung kurzzeitig, wurden jedoch von den Behörden entfernt, sodass die Versammlung planmäßig fortgesetzt werden konnte.

Mit dem Erreichen der 1,1-Milliarden-Euro-Marke endet in Kürze eine wesentliche Stütze für den Aktienkurs. Die weitere Entwicklung hängt nun maßgeblich davon ab, wie stark die Bank von der Zinsmarge profitiert und ob der geplante Risikotransfer die Bilanz wie erhofft entlastet.

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