Innodata Aktie: Beschäftigte melden Kündigungen in Indien
Medien melden fast 550 betroffene Stellen in Indien; Innodata hat die Angaben bislang nicht bestätigt und legt am 5. November Quartalszahlen vor.

- Berichte nennen knapp 550 Stellen in Indien
- Auch Entlassungen auf den Philippinen gemeldet
- Finanzfolgen des Auftragsrückgangs bleiben unbeziffert
- Kanzlei kündigt Prüfung möglicher Rechtsverstöße an
Berichte über den Abbau von nahezu 550 Stellen in Indien haben Innodata am Dienstag unter Druck gesetzt. Als Hintergrund nannten die Berichte einen reduzierten Geschäftsauftrag; auch auf den Philippinen soll es Entlassungen gegeben haben. Die Aktie verliert heute 5,5%.
Reduzierter Auftrag ohne bezifferte Finanzfolgen
Medienberichten zufolge verwiesen Kündigungsschreiben auf eine Verringerung des Umfangs eines Geschäftsauftrags. Welcher Kunde betroffen war, ging daraus nicht hervor. Auch die finanziellen Auswirkungen wurden in den Schreiben nicht beziffert.
Für die Philippinen nannten die Berichte keine konkrete Zahl betroffener Beschäftigter. Innodata hatte die berichtete Gesamtzahl bis Mittwoch weder öffentlich bestätigt noch eine offizielle Erklärung zu den Entlassungen abgegeben.
Bereits am Montag hatten Beschäftigte Medien gegenüber von Kündigungsschreiben berichtet, die neben reduzierten Geschäftsaufträgen auch betriebliche Anforderungen als Gründe anführten. Die Berichterstattung über den Stellenabbau weckte Sorgen um die damit verbundenen Projektumsätze vor dem nächsten Quartalsbericht.
Kanzleiprüfung und nächster Berichtstermin
Am Mittwoch kündigte die Kanzlei Levi & Korsinsky eine Untersuchung möglicher Verstöße gegen das US-Bundeswertpapierrecht im Zusammenhang mit Innodata an. Die Ankündigung einer solchen Prüfung ist keine Feststellung eines Fehlverhaltens.
Innodata wird nach Unternehmensangaben am 5. November nach Börsenschluss die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 veröffentlichen. Medienberichten zufolge folgt eine Telefonkonferenz für Anleger um 17 Uhr US-Ostküstenzeit.
Der Ergebnisbericht und die anschließende Telefonkonferenz könnten nach Einschätzung der Berichterstattung Aufschluss darüber geben, welche finanziellen Folgen die gemeldete Verringerung des Geschäftsauftrags hat.
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