Innogy mit Gewinnrückgang: Geht’s bald trotzdem nach oben?

Die RWE-Tochter Innogy ist eine der spannendsten Aktien in 2016. Nun hat der Konzern seine Zahlen für die vergangenen neun Monate präsentiert – und damit nicht wirklich überzeugt. Der Titel könnte dennoch bald wieder drehen. Denn zum einen hat das Papier schon in den Tagen vor den Quartalszahlen ordentlich verloren, zum anderen bleiben die Aussichten mindestens solide.

© Innogy
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Immerhin konnte Innogy bei dem Quartalsbericht die Jahresziele für das laufende und das kommende Geschäftsjahr bestätigen. Das Essener Unternehmen rechnet für 2016 mit einem EBITDA von 4,1 bis 4,4 Milliarden Euro (4,5 Milliarden waren es in 2015). In 2017 soll es zwischen 4,3 und 4,7 Milliarden Euro liegen.

In den ersten neun Monaten 2016 hat der Konzern 2,9 Milliarden Euro verdient – und damit mehr als sieben Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der bekräftigte Ausblick ist trotz des Rückgangs im Vergleich zu 2015 dennoch beruhigend. Denn das Jahr 2016 sei als Übergangsjahr zu sehen, so der Finanzchef. Unterm Strich und ohne Sondereffekte sollen dieses Jahr 1,1 Milliarden Euro stehenbleiben.

Innogy-Aktie verliert schon vor den Zahlen – und hat Potenzial

Der Kursrückgang von rund zehn Prozent in den letzten beiden Tagen war ein schwerer Dämpfer für die Aktionäre. Offensichtlich weiß man beim Thema Innogy noch nicht, wo die Reise hingehen wird. Gleichzeitig sind Kurseinbrüche auch oft eine Einstiegs-Chance.

Im Falle von Innogy muss man zwar mit einer gewissen Schwankungsanfälligkeit rechnen, Potenzial hat der Titel aber allemal. Denn ein Kerngeschäft des Unternehmens ist der solide Netzbetrieb, der regelmäßige Einnahmen sichert. Und auch das Geschäft mit den Erneuerbaren Energien kann der RWE-Tochter noch kräftig Rückenwind geben.

Dividendenrendite soll Anleger locken und binden

Vor allem für dividendenorientierte Anleger bleibt die Innogy-Aktie ein interessantes Papier. Der Konzern verkündete, dass 70 bis 80 Prozent des bereinigten Nettogewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werden soll. Es wird mit einer Dividendenrendite von mehr als 4,5 Prozent gerechnet. Gelingt es dem Unternehmen dann noch, die Jahresziele zu bestätigen oder sogar zu toppen, sind auch Wachstumsfantasien berechtigt.

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