innoscripta Aktie: Die Clusterix-Kontrolle?

Das Unternehmen erweitert seine Präsenz in den USA und beauftragt zwei getrennte Prüfungen zu Ermittlungsfällen und Kontrollsystemen.

Die Kernpunkte:
  • US-Team soll bis Jahresende 15 Personen umfassen
  • Clusterix-Nutzung erstreckt sich auf 14 Länder
  • Aufsichtsrat vergab zwei unabhängige Prüfaufträge
  • Geschäftszahlen kommen planmäßig in der Novemberhälfte

Innoscripta setzt beim Ausbau des US-Geschäfts auf ein erfolgsabhängiges Geschäftsmodell ohne Vorauszahlung. Bis Ende 2026 sollen dort nach Unternehmensangaben 15 Mitarbeiter beschäftigt sein. Die vor gut einer Woche gemeldete Eröffnung des Büros in New York gehört zu diesem Ausbau.

Internationale Kundenbasis wächst

Auch in Europa hat innoscripta zusätzliche Kunden gewonnen. Bei der vor rund zwei Wochen gemeldeten breiteren Nutzung von Clusterix nannte das Unternehmen insgesamt 14 Länder, in denen die Software eingesetzt werde.

Zu den zusätzlich genannten Märkten gehören Rumänien, Dänemark, Finnland und die Schweiz. Außerdem führt innoscripta Spanien, Portugal, die Slowakei und die Niederlande auf.

Prüfungen mit unterschiedlichen Aufgaben

Die behördlichen Ermittlungen betreffen den Verdacht der Beihilfe zu nicht gerechtfertigten Steuervorteilen bei Forschungszulagen-Anträgen von Kunden. Nach vorläufigem Kenntnisstand von innoscripta ging es um mögliches Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter; die Folgen seien noch nicht abschließend bewertbar. Die Durchsuchungen betrafen Standorte in Tutzing und München.

Der Aufsichtsrat beauftragte Willkie Farr & Gallagher mit einer unabhängigen Untersuchung der Sachverhalte und Verantwortlichkeiten, die den behördlichen Ermittlungen zugrunde liegen. Ein separates Mandat erhielt Flick Gocke Schaumburg: Die Kanzlei soll die Kontrollarchitektur und deren softwareseitige Umsetzung in Clusterix überprüfen.

Die beiden Prüfaufträge betreffen damit unterschiedliche Gegenstände: die den Ermittlungen zugrunde liegenden Sachverhalte einerseits und die organisatorischen sowie softwarebasierten Kontrollmechanismen andererseits.

Innoscripta erklärte, der Geschäftsbetrieb laufe unverändert weiter. Vorgänge des Geschäftsjahres 2026 seien nach damaligem Kenntnisstand nicht Gegenstand der Ermittlungen. Das Unternehmen kündigte außerdem an, wesentliche Erkenntnisse transparent zu kommunizieren. Die Veröffentlichung der Geschäftszahlen soll planmäßig in der zweiten Novemberhälfte erfolgen.

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