Insmed Aktie: Brinsupri trägt Umsatzsprung
Insmed meldet höhere Erlöse und einen kleineren Nettoverlust; die Umsatzspannen für Brinsupri und Arikayce steigen am unteren Ende.

- Brinsupri erzielt 400,1 Millionen Dollar
- Quartalsumsatz steigt auf 524,4 Millionen Dollar
- Nettoverlust sinkt auf 100,3 Millionen Dollar
- Insmed hebt untere Prognosegrenzen an
Der Umsatz hat sich im dritten Quartal mehr als verdreifacht, der Verlust schrumpft deutlich. Insmed profitiert vom Markteintritt seines Lungenmedikaments Brinsupri, das die Erwartungen des Managements übertrifft. Der Konzern hebt deshalb die Prognosen für beide Produkte an.
Zahlen im Überblick
Die Erlöse stiegen auf 524,4 Millionen Dollar, nach 142,3 Millionen im Vorjahresquartal. Brinsupri steuerte davon 400,1 Millionen Dollar bei, ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2026. Fast der gesamte Umsatz stammt aus den USA.
Der Nettoverlust sank auf 100,3 Millionen Dollar oder 0,46 Dollar je Aktie. Ein Jahr zuvor lag er bei 370,0 Millionen Dollar. Dabei half auch eine geringere Neubewertung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten.
Die Kosten wachsen allerdings mit. Die Forschungsausgaben stiegen auf 270,0 Millionen Dollar, vor allem wegen der Studien zu TPIP. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten erreichten 253,0 Millionen Dollar, getrieben vom Brinsupri-Launch.
Prognose angehoben
Die Umsatzerwartung für Brinsupri liegt 2026 nun bei 1,35 bis 1,4 Milliarden Dollar. Zuvor lag die Untergrenze bei 1,25 Milliarden. Für das ältere Präparat Arikayce erwartet Insmed 460 bis 470 Millionen Dollar, die Untergrenze steigt von 450 Millionen. Arikayce setzte im Quartal 124,4 Millionen Dollar um, 9 Prozent mehr als vor einem Jahr, vor allem dank des internationalen Geschäfts.
Die Anhebung betrifft jeweils nur das untere Ende der Spanne. Die Obergrenzen bleiben unverändert. Langfristig peilt das Management für Brinsupri Spitzenumsätze von mehr als 7 Milliarden Dollar an.
Pipeline und Zulassungen
Im August erhielt Brinsupri die Zulassung in Japan, im Oktober startete dort der Verkauf. Für Arikayce hat die US-Arzneimittelbehörde FDA einen Antrag auf Erweiterung der Indikation bei MAC-Lungenerkrankungen mit Priority Review angenommen. Der Zieltermin liegt am 28. Januar 2027.
Bei TPIP laufen mehrere Phase-3-Studien. In der PALM-ILD-Studie sind mehr als 35 Prozent der Patienten eingeschlossen, der Abschluss der Rekrutierung ist für die erste Hälfte 2028 geplant. Eine Phase-3-Studie bei idiopathischer Lungenfibrose soll in der ersten Hälfte 2027 beginnen.
Finanziell bleibt Insmed solide aufgestellt. Zahlungsmittel und Wertpapiere summieren sich auf rund 1,1 Milliarden Dollar. Zudem holt das Unternehmen mit Paul Hudson, dem früheren Sanofi-Chef, prominente Verstärkung in den Verwaltungsrat. Als nächster harter Termin steht die FDA-Entscheidung zu Arikayce am 28. Januar 2027 an.
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