Insolvenz bei Gerry Weber, Aktien im Sturzflug

Nachdem der Modekonzern Gerry Weber die Insolvenz in Eigenverwaltung am Amtsgericht Bielefeld beantragt hat, bricht die Aktie massiv ein. Am Freitagnachmittag stand zeitweise sogar ein Verlust von fast 74 % auf 0,45 Euro an.

Dabei ist das Ziel des Insolvenzantrages doch, das Unternehmen in der laufenden Restrukturierung zu sanieren. Vom Insolvenzantrag betroffen ist bisher ausschließlich die Mutter Gerry Weber International mit rund 600 Mitarbeitern. Für die Tochtergesellschaften wie z. B. Hallhuber und Taifun wurde kein Insolvenzantrag gestellt. Auslöser für diesen war das Scheitern der Gespräche mit den Geldgebern über die weitere Finanzierung. Laut Unternehmensangaben sollen die Geschäfte allerdings erst einmal voll umfänglich weitergeführt werden, denn die Finanzierung sei wohl noch bis 2020 gesichert.

Gerry Weber hat viel zu tun

Doch Gerry Weber hat jetzt auf vielen Baustellen zu arbeiten. Die Mode gilt als eher bieder und unattraktiv, das Digitalgeschäft schwächelt und macht nur einen geringen Anteil am Umsatz aus, die Konkurrenz ist groß und die Kundenzahlen vor Ort gehen zurück. Es wurde bereits ein Restrukturierungsprogramm durch Gerry Weber gestartet, aber dieses benötigt Zeit und kostet Geld. Unter anderem will man Arbeitsplätze im In- und Ausland abbauen und Läden vor Ort schließen.

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