Intel Aktie: 207 Prozent Jahresplus auf Tenstorrent-Gerüchte
Intel profitiert von Spekulationen um KI-Deal mit Tenstorrent und starken Foundry-Fortschritten. Die Aktie verzeichnet deutliche Kursgewinne.

- Spekulationen um Tenstorrent-Übernahme
- Core Ultra 3 für Edge-KI vorgestellt
- 18A-Fertigung in Volumenproduktion
- Hohe Volatilität trotz Kursrallye
Intel geht mit Rückenwind ins Wochenende. Die Aktie legte am Freitag um 1,27 Prozent auf 103,28 Euro zu und hat in den vergangenen 30 Tagen bereits 84,10 Prozent gewonnen. Seit Jahresbeginn steht sogar ein Plus von 207,34 Prozent zu Buche.
Der Kurssprung hat einen klaren Treiber: Intel wird mit einer möglichen strategischen Erweiterung rund um das KI-Start-up Tenstorrent in Verbindung gebracht. Im Raum stehen entweder eine Übernahme oder eine enge Partnerschaft. Offiziell bestätigt ist das nicht, aber allein die Perspektive passt zur jüngsten Neubewertung der Aktie.
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KI soll mehr sein als ein Zusatzgeschäft
Intel versucht seit Monaten, sich im KI-Markt breiter aufzustellen. Dazu passt die jüngste Einführung der Core Ultra Series 3, die speziell für Edge-KI und Robotik ausgelegt sind. Der Konzern setzt damit nicht nur auf klassische Rechenzentren, sondern auf Anwendungen direkt am Gerät.
Spannend ist auch die Verschiebung bei der Hardware-Architektur. Intel-Chef Lip-Bu Tan verweist darauf, dass sich das bisherige CPU-zu-GPU-Verhältnis bei KI-Training von etwa 1:8 in Richtung 1:1 bewegen könnte, wenn Agentic AI und komplexe Inferenz-Workloads an Gewicht gewinnen. Für Intel wäre das ein Vorteil. Der Konzern kann seine Stärke bei Prozessoren besser ausspielen, wenn der Bedarf an zentraler Rechenleistung steigt.
Foundry macht Fortschritte
Parallel dazu meldet Intels Fertigungssparte sichtbare Fortschritte. Der 18A-Prozess läuft bereits in der Volumenproduktion, unter anderem in Hillsboro in Oregon und in Arizona. Tan sagte außerdem, dass mehrere externe Kunden die 18A- und 14A-Technologien bereits nutzen oder testen.
Zur Foundry-Sparte gehören auch bestehende Kunden wie AWS und Cisco bei den Advanced-Packaging-Diensten. FinanzielI bleibt das Geschäft aber noch ein Langstreckenprojekt: Der operative Breakeven ist für 2027 geplant, die volle Profitabilität erst für 2030.
Hohe Bewertung, hohe Schwankung
Mit einer Marktkapitalisierung von rund 602,32 Milliarden US-Dollar ist Intel inzwischen wieder in einer anderen Größenordnung unterwegs. Die Aktie bleibt aber nervös. Das Beta liegt bei 2,18, die 30-Tage-Volatilität bei annualisierten 94,38 Prozent. Technisch steht der Kurs mit 103,28 Euro klar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 64,39 Euro.
Im Sommer dürfte sich zeigen, ob aus den Tenstorrent-Gerüchten mehr wird und wie schnell Intel seine AI-PC- und Foundry-Vorhaben in harte Zahlen übersetzen kann. Die nächsten Quartalszahlen sind für Juli 2026 angekündigt. Dann wird sich auch zeigen, ob die jüngste Rally mehr ist als nur ein Vorschuss auf die KI-Story.
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