Intel Aktie: 300-Milliarden-Marke geknackt

Intels Aktie erreicht ein Fünfjahreshoch, nachdem Partnerschaften mit Google Cloud und dem Terafab-Konsortium die Foundry-Strategie untermauern. Analysten sind jedoch uneins über die Bewertung.

Die Kernpunkte:
  • Marktkapitalisierung übersteigt 300 Milliarden Dollar
  • Google Cloud verlängert Partnerschaft für KI-Chips
  • Terafab-Projekt mit Tesla und SpaceX als Kunde
  • Analysten bewerten Kursentwicklung kontrovers

Innerhalb von sieben Handelstagen legte die Intel-Aktie rund 50 Prozent zu und überschritt dabei erstmals seit 25 Jahren wieder die Marktkapitalisierungsgrenze von 300 Milliarden Dollar. Hinter dem Kurssprung stecken zwei Großprojekte, die Intels lange umstrittene Foundry-Strategie mit konkreten Aufträgen untermauern.

Google Cloud und der Terafab-Deal

Am 9. April 2026 bestätigten Intel und Google Cloud eine mehrjährige Verlängerung ihrer Partnerschaft im Bereich KI-Infrastruktur. Google Cloud setzt künftig auf mehrere Generationen von Intel-Xeon-Prozessoren — darunter Xeon-6-CPUs in den C4- und N4-Instanzen — und entwickelt gemeinsam mit Intel maßgeschneiderte ASIC-basierte Infrastructure Processing Units (IPUs). Diese Spezialchips sollen Rechenzentren entlasten, indem sie Infrastrukturaufgaben vom Hauptprozessor übernehmen.

Parallel dazu wurde Intels Beteiligung am „Terafab“-Projekt in Austin, Texas, besiegelt. Das 25-Milliarden-Dollar-Vorhaben unter Beteiligung von Tesla, SpaceX und xAI zielt auf eine Fertigungsanlage mit einer jährlichen Rechenleistung von einem Terawatt ab. Intel fungiert dabei als primärer Foundry-Partner und setzt seinen 18A-Prozessknoten ein, der laut Berichten derzeit eine Ausbeute von 65 Prozent erreicht. Produziert werden sollen unter anderem Teslas KI5- und KI6-Chips für Robotik und autonomes Fahren sowie strahlungsgehärtete Chips für SpaceX-Orbitalrechenzentren.

Für Intels Foundry-Sparte ist das ein bedeutender Schritt. Das Segment erzielte 2025 zwar 17,8 Milliarden Dollar Umsatz, hatte aber lange Schwierigkeiten, externe Großkunden zu gewinnen.

Bewertung schon eingepreist?

Die Aktie handelt nach dem Kursanstieg bei über 60 Dollar — auf einem Fünfjahreshoch. Cantor Fitzgerald zog nach und hob das Kursziel von 45 auf 60 Dollar an. Gemessen am voraussichtlichen Gewinn wird Intel aktuell mit dem rund 101-fachen bewertet, beim Umsatz liegt das Multiple bei etwa dem Fünffachen.

Nicht alle Analysten teilen die Euphorie. GuruFocus stufte den Titel am selben Tag auf „Neutral“ herab mit der Begründung, der Kursgewinn aus dem Terafab-Deal sei bereits vollständig eingepreist. Der Mediankurs unter Wall-Street-Analysten liegt bei rund 47 Dollar — deutlich unter dem aktuellen Handelsniveau.

Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob der 18A-Knoten nach dem ersten Quartal 2026 planmäßig in die Massenproduktion übergeht. Das Gesamtjahr 2025 schloss Intel mit 52,9 Milliarden Dollar Umsatz ab; das Rechenzentrum- und KI-Segment wuchs im Schlussquartal um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ob das Wachstumstempo anhält, werden die Quartalszahlen zeigen, die Anleger nun mit besonderer Spannung erwarten.

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