Intel Aktie: $85,22 schlägt Rekord von 2000

Intel übertrifft mit starken Quartalszahlen alle Erwartungen und erreicht ein neues Rekordhoch. KI-Nachfrage treibt das CPU-Geschäft an.

Die Kernpunkte:
  • Intel-Aktie erreicht neues Rekordhoch
  • Umsatz und Gewinn übertreffen Prognosen
  • KI-Boom belebt CPU-Nachfrage
  • Foundry-Verluste reduzieren sich

Mehr als 25 Jahre lang war es ein unerreichter Maßstab: Intels Allzeithoch aus dem August 2000, gesetzt auf dem Höhepunkt der Dot-com-Euphorie. Am Freitag fiel diese Marke. Die Aktie schloss auf einem neuen Rekordhoch — angetrieben von Quartalszahlen, die Analysten in fast jeder Hinsicht übertrafen.

Der Kurs legte an einem einzigen Handelstag um knapp 20 Prozent zu und schloss bei 69,09 Euro — dem aktuellen 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn hat die Aktie damit mehr als 105 Prozent gewonnen, auf Zwölfmonatssicht sogar über 266 Prozent.

Zahlen weit über den Erwartungen

Intel erzielte im ersten Quartal einen Umsatz von 13,58 Milliarden Dollar — sieben Prozent mehr als im Vorjahr und deutlich über dem Analystenkonsens von 12,4 Milliarden Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie lieferte das Unternehmen 0,29 Dollar, während der Markt mit einem Verlust von einem Cent gerechnet hatte.

Für das zweite Quartal stellt Intel einen Umsatz zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar in Aussicht — der Mittelpunkt von 14,3 Milliarden Dollar übertrifft die Wall-Street-Schätzung von 13,1 Milliarden Dollar erheblich. Finanzchef David Zinsner betonte die Margenverbesserung: Die bereinigte Bruttomarge stieg auf 41 Prozent, nach 36,7 Prozent im Vorquartal.

CPUs erleben eine Renaissance im KI-Zeitalter

Zentrales Thema des Earnings Calls war die sich verändernde Nachfragestruktur in der KI-Infrastruktur. CEO Lip-Bu Tan argumentierte, dass die nächste Welle sogenannter „agentischer KI“ — also autonomer KI-Agenten — eine neue Nachfrage nach leistungsstarken Prozessoren auslöst. Während bislang spezialisierte Beschleuniger dominierten, normalisiert sich das Verhältnis von CPUs zu Grafikchips in Rechenzentren wieder.

Das spiegelt sich in den Segmentzahlen wider. Der Bereich Data Center und KI wuchs um 22 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar. Die Nachfrage nach Xeon-6-Serverprozessoren zieht laut Unternehmensangaben spürbar an. Das PC-Chip-Geschäft legte ebenfalls leicht zu — entgegen den Erwartungen eines Rückgangs.

Foundry-Verluste schrumpfen, Staatsbeteiligung wertet auf

Die Foundry-Sparte, Intels Auftragsfertigung, erzielte 5,4 Milliarden Dollar Umsatz — ein sequenzielles Plus von 20 Prozent. Der operative Verlust des Segments lag bei 2,4 Milliarden Dollar, schrumpfte aber um 72 Millionen Dollar gegenüber dem Vorquartal. Verbesserte Fertigungsausbeuten bei den Prozesstechnologien Intel 4, Intel 3 und 18A werden als Hauptgrund genannt.

Ein Nebeneffekt des Kursanstiegs: Die US-Regierung hält über 433 Millionen Intel-Aktien, die sie im Rahmen des CHIPS Act erworben hat. Ursprünglich mit rund 8,9 Milliarden Dollar bewertet, sind diese Anteile auf dem Papier inzwischen etwa 36 Milliarden Dollar wert.

Technischer Ausbruch nach zwei Jahrzehnten

Der Kursanstieg über die frühere Widerstandszone beendet eine mehr als zwanzigjährige Konsolidierungsphase. Charttechnisch gilt 66,95 Euro als nächste Unterstützung, während Marktbeobachter den Bereich um 87 Dollar als nächsten Widerstand identifizieren. Der RSI liegt bei moderaten 51,6 — trotz der jüngsten Bewegung kein überkauftes Territorium. Die anhaltende Nachfrage nach KI-tauglicher Serverhardware dürfte die Bewertung vorerst stützen, auch wenn Intel gemessen am historischen Kurs-Gewinn-Verhältnis mit einem Aufschlag gehandelt wird.

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