Intel Aktie: Abwärtsspirale gestartet?

Intel übertrifft Quartalserwartungen, doch ein schwacher Ausblick und Produktionsengpässe bei KI-Chips führen zu einem massiven Kursverlust von über 15 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • Starker Umsatz und Gewinn im vierten Quartal 2025
  • Enttäuschende Prognose für das erste Quartal 2026
  • Produktionsengpässe behindern Lieferung von KI-Chips
  • Analysten sehen Aktie trotz Kursrutsch als überbewertet

Intel hat die Erwartungen für das vierte Quartal 2025 übertroffen – und stürzte dennoch ab. Am Freitag verlor die Aktie über 15 Prozent an Wert, rund 33 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung lösten sich in Luft auf. Der Grund: ein enttäuschender Ausblick auf das laufende Quartal. Während die Nachfrage nach KI-Chips boomt, kann Intel schlicht nicht liefern.

Lieferengpässe bremsen KI-Fantasie

Das Paradoxon ist offensichtlich: Intel meldete für Q4 2025 Umsätze von 13,67 Milliarden Dollar (erwartet: 13,37 Milliarden) und einen Gewinn je Aktie von 0,15 Dollar (erwartet: 0,08 Dollar). Doch statt Euphorie folgte der Schock. Für das erste Quartal 2026 rechnet das Management mit Erlösen zwischen 11,7 und 12,7 Milliarden Dollar – unterhalb der Analystenschätzung von 12,6 Milliarden. Die Bruttomarge soll auf 34,5 Prozent fallen, deutlich unter den erwarteten 36,5 Prozent.

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CEO Lip-Bu Tan räumte in der Telefonkonferenz ein, dass Engpässe bei fortschrittlichen Verpackungstechnologien und Komponenten die Produktion von Server- und KI-Chips massiv behindern. Die Nachfrage ist da, doch Intel kann sie nicht bedienen. Analysten von TD Cowen und Bernstein sprechen von einer „Kapazitätsfehlkalkulation”, die das Unternehmen zwingt, Server-Produkte zu priorisieren und andere Bereiche zu vernachlässigen.

Analysten werden vorsichtig

Die Reaktion der Wall Street fiel entsprechend aus. Bernstein bestätigte seine „Market Perform”-Einstufung mit einem Kursziel von 36 Dollar – deutlich unter dem aktuellen Niveau. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 44,10 Dollar. Modelle zur Discounted-Cash-Flow-Bewertung von Simply Wall St legen nahe, dass die Aktie selbst nach dem Kursrutsch noch um bis zu 65 Prozent überbewertet sein könnte, basierend auf einem fairen Wert von rund 27 Dollar.

Dennoch bleiben einige institutionelle Investoren optimistisch. PFG Investments erhöhte seine Position im dritten Quartal um 17,4 Prozent, Mn Services Vermogensbeheer baute sein Engagement um 1,2 Prozent aus.

Ausblick: Vertrauen muss zurückgewonnen werden

Intel steht vor einem Glaubwürdigkeitsproblem. Die Rallye von 84 Prozent im Jahr 2025 speiste sich aus der Hoffnung auf eine KI-getriebene Wende. Diese Hoffnung hat einen empfindlichen Dämpfer erhalten. Solange das Unternehmen nicht zeigen kann, dass es die Produktionsengpässe in den Griff bekommt, dürfte die Aktie volatil bleiben. Die nächsten Quartale werden entscheidend sein, um zu beweisen, dass Intel nicht nur Aufträge gewinnen, sondern auch ausliefern kann.

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