Intel Aktie: Altera reicht IPO-Unterlagen ein
Intel-Tochter Altera reicht Unterlagen für einen möglichen Börsengang ein, während höhere Prozessorpreise und neue Kursziele Zuversicht stärken.

- Altera reicht IPO-Unterlagen vertraulich ein
- Börsengang könnte über zwei Milliarden einbringen
- Intel plant höhere Prozessorpreise im Oktober
- Tigress Financial hebt Kursziel auf 145 Dollar
Der US-Halbleiterkonzern Intel treibt seine Neuausrichtung mit konkreten Schritten voran. Wie am Dienstag bekannt wurde, hat die Konzerntochter Altera vertraulich Unterlagen für einen Börsengang eingereicht. Die Erstnotiz des Spezialisten für programmierbare Chips könnte mehr als zwei Milliarden Dollar einbringen.
Flankiert wird der geplante Teilbörsengang von operativen Maßnahmen im Kerngeschäft. Medienberichten zufolge plant das Management für Anfang Oktober Preiserhöhungen von rund zehn Prozent bei PC-Prozessoren.
Am Markt wird dieser Schritt als Signal für eine wiederkehrende Preissetzungsmacht gewertet. Zum Ende der Handelswoche notierte die Intel-Aktie am Freitag bei 94,52 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier damit einen Wertzuwachs von 201 Prozent.
Kapital für die Transformation
Altera entwickelt programmierbare Halbleiter für künstliche Intelligenz, Industrieautomation und Robotik. Mit dem angestrebten Milliarden-Börsengang erschließt sich Intel frische Mittel für den laufenden Konzernumbau. Bereits im August hatte das Unternehmen eine eigene Kapitalerhöhung abgeschlossen, die nach Abzug der Kosten netto 19,7 Milliarden Dollar einbrachte.
Zugleich verzeichnet der Konzern Fortschritte in der Auftragsfertigung. Beim Einsatz modernster High-NA-EUV-Lithografieanlagen des Ausrüsters ASML hat Intel Foundry bereits mehr als eine Million Wafer belichtet. Die damit gefertigten Schichten für die Fertigungslinie 18A und die Panther-Lake-Generation erreichten oder übertrafen die bisherigen Leistungsvorgaben.
Analysten heben ihre Kursziele an
An der Wall Street stößt die operative Entwicklung auf zunehmende Zuversicht. Am Mittwoch bekräftigte Tigress Financial eine Kaufempfehlung für die Intel-Aktie und hob das Kursziel von 118 auf 145 US-Dollar an. Als Begründung nannten die Analysten die KI-getriebene Wende und eine verbesserte operative Hebelwirkung.
Zuvor hatte bereits Northland Securities am 8. September die Aktie auf „Outperform“ hochgestuft und ein Kursziel von 120 US-Dollar ausgegeben. Das Analysehaus verwies neben Fortschritten beim Turnaround und einem knappen Angebot an Server-CPUs auch auf Intels Partnerschaft mit Tesla beim Halbleiterprojekt Terafab, von der die Foundry-Sparte spürbar profitieren könne.
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