Intel Aktie: Core Ultra 9 290K Plus gestrichen
Intel streicht sein geplantes Desktop-Flaggschiff wegen zu geringem Leistungsabstand zum günstigeren Modell. Die Aktie reagiert mit deutlichen Verlusten.

- Core Ultra 9 290K Plus eingestellt
- Zu geringer Mehrwert zum kleineren Modell
- Intel-Aktie fällt um 5,75 Prozent
- Fokus auf KI- und Foundry-Geschäft
Intel streicht das geplante Topmodell der Arrow-Lake-Refresh-Reihe. Der Core Ultra 9 290K Plus sollte die Spitze der neuen Desktop-Generation bilden. Nun zieht der Konzern die Reißleine, weil der Mehrwert zum kleineren Modell offenbar zu gering ausfällt.
Das ist mehr als eine Produktnotiz. Intel sendet damit ein klares Signal: Premium-Preise brauchen messbare Leistung. Gerade in einem Markt, der nach der Chip-Rally wieder nervöser handelt.
Zu wenig Abstand zum kleineren Modell
Der Core Ultra 9 290K Plus war als 24-Kern-Modell ausgelegt. Er kombinierte 8 Performance-Kerne mit 16 Effizienz-Kernen. Damit hätte Intel formal ein starkes Flaggschiff in der Hand gehabt.
Der Haken lag bei der Leistung. Gegenüber dem Core Ultra 7 270K Plus fielen die erwarteten Fortschritte nur klein aus. Auch die höheren Taktraten reichten offenbar nicht aus, um ein teureres Spitzenmodell sauber zu positionieren.
Dazu kam Unterstützung für DDR5-7200-Speicher. Technisch klingt das solide, strategisch aber nicht zwingend. Ein Topmodell muss sich klar absetzen, sonst droht es die eigene Produktpalette zu kannibalisieren.
Aktie kühlt nach Rally ab
Der Rückzug trifft auf einen empfindlichen Markt. Die Intel-Aktie schloss am Freitag bei 93,71 Euro und verlor 5,75 Prozent. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf 11,54 Prozent.
Das wirkt hart, relativiert sich aber durch die vorherige Rally. In den vergangenen 30 Tagen steht noch ein Plus von 72,45 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie sogar um 178,86 Prozent vorn.
Kein Wunder, dass Gewinnmitnahmen schneller greifen. Der Halbleitersektor hatte zuletzt stark zugelegt. Wenn dann ein geplantes Premium-Produkt wegfällt, achten Investoren genauer auf die operative Substanz.
KI und Foundry bleiben der Kern
Intel versucht derweil, den Fokus auf größere Wachstumsfelder zu lenken. Im Rechenzentrums- und KI-Geschäft erzielte der Konzern im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 5,1 Milliarden Dollar.
Das Segment wuchs gegenüber dem Vorquartal um 7 Prozent. Im Jahresvergleich lag das Plus bei 22 Prozent. Diese Dynamik ist wichtiger als ein einzelner Desktop-Chip.
Auch beim Foundry-Geschäft meldet Intel Fortschritte. Der 18A-Prozess liegt bei den Ausbeuten über den internen Planungen. Für 14A erwartet der Konzern feste Kundenverpflichtungen in der zweiten Jahreshälfte 2026.
Ein weiterer Punkt stützt die KI-Erzählung. Der Xeon 6 wurde als Host-CPU für Nvidias DGX-Rubin-NVL8-Systeme ausgewählt. Dazu kommen langfristige Kundenverträge, meist mit Laufzeiten von drei bis fünf Jahren.
Am 19. Mai tritt Intel bei der J.P. Morgan Global Technology, Media and Communications Conference auf. Am 2. Juni folgt die BofA Global Technology Conference. Dort kann das Management erklären, wie der gestrichene Desktop-Chip zur breiteren Roadmap passt.
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