Intel Aktie: Ernüchternde Perspektiven?

Der Start der Intel-18A-Chips wird von Gewinnmitnahmen und gemischten Software-Tests überschattet. Die Aktie verliert deutlich, während die Foundry-Sparte hohe Verluste meldet.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verliert nach Prozessor-Launch fünf Prozent
  • Gemischte Testergebnisse für neues Optimierungs-Tool
  • Foundry-Sparte mit Milliardenverlust im Quartal
  • Datacenter-Geschäft wächst dank Xeon-6-Nachfrage

Pünktlich zum lang erwarteten Marktstart der neuen 18A-Prozessoren machen sich bei Intel-Anlegern Zweifel breit. Statt Euphorie dominieren Gewinnmitnahmen das Geschehen, während zeitgleich durchwachsene Software-Tests für Diskussionen sorgen. Der Chip-Riese muss nun beweisen, dass seine teure Fertigungsstrategie tatsächlich aufgeht.

Nach einer kurzen Rallye in der Vorwoche hat sich die Stimmung spürbar abgekühlt. Zuvor hatten Berichte über geplante Preiserhöhungen bei CPUs um 10 bis 15 Prozent die Kurse noch angetrieben. Marktbeobachter werten den jüngsten Rücksetzer als klassisches „Sell the News“-Ereignis im Vorfeld der heutigen Veröffentlichung der Core Ultra Series 3. Erschwerend kommt hinzu, dass makroökonomischer Gegenwind den gesamten Halbleitersektor belastet. Ein Blick auf die Kursdaten spiegelt diese Schwäche wider: Auf Wochensicht verzeichnet das Papier ein Minus von rund fünf Prozent, und der RSI-Wert von 22 signalisiert eine stark überverkaufte Situation.

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Gemischte Signale bei Software und Fertigung

Neben dem allgemeinen Marktumfeld dämpfen auch technische Details die Erwartungen. Erste unabhängige Tests des neuen Intel Binary Optimization Tools (IBOT), das die Gaming-Leistung steigern soll, fielen inkonsistent aus. Während einige Spiele messbar profitierten, verschlechterte sich die Performance bei Titeln wie „Far Cry 6“ bei aktiviertem Tool sogar leicht.

Viel schwerer wiegt allerdings der Druck auf die hauseigene Foundry-Sparte. Die Auftragsfertigung verbuchte im vierten Quartal 2025 einen operativen Verlust von 2,51 Milliarden US-Dollar. Branchenberichte über angeblich schwache Ausbeutequoten beim neuen 18A-Verfahren schüren zusätzliche Bedenken, ob die Wende im Fertigungsgeschäft wie geplant gelingt.

Lichtblicke im Rechenzentrum

Trotz der aktuellen Skepsis lieferte das abgelaufene vierte Quartal 2025 durchaus solide Fundamentaldaten, die die Analystenschätzungen übertrafen:

  • Umsatz: 13,67 Milliarden US-Dollar (Schätzung: 13,37 Milliarden)
  • Gewinn pro Aktie (Non-GAAP): 0,15 US-Dollar (Schätzung: 0,08 US-Dollar)
  • Datacenter & AI: 15 Prozent sequenzielles Wachstum dank Xeon-6-Nachfrage

Für eine nachhaltige Erholung des Aktienkurses reicht das allein momentan nicht aus. Die Wall Street bleibt mit einem durchschnittlichen Kursziel von 45,74 US-Dollar und einer mehrheitlichen „Reduce“-Einstufung vorsichtig. In den kommenden Monaten muss das Management nun zwingend belegen, dass die ersten ausgelieferten 18A-Systeme die technischen Erwartungen der externen Kunden erfüllen und die massiven Verluste der Foundry-Sparte eindämmen können.

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