Intel Aktie: Heftiger Rücksetzer
Intel übertrifft Quartalsziele, muss aber Umsatzprognose senken. Grund sind akute Lieferengpässe bei voller Auslastung, die Analysten als strukturelles Risiko bewerten.

- Starker Kursrutsch nach enttäuschendem Quartalsausblick
- Fabriken bei voller Auslastung können Nachfrage nicht decken
- Analysten kritisieren hohe Fehlerraten bei neuen Chip-Architekturen
- Aktie verliert über 20 Prozent vom Jahreshoch
Intel liefert starke Zahlen für das abgelaufene Quartal, doch die Anleger reagieren mit massiven Verkäufen. Der Chip-Riese steckt in einer Zwickmühle: Die Auftragsbücher sind voll, aber die Produktion kommt nicht hinterher. Statt weiterer Wachstumsfantasie dominiert nun die Sorge um gravierende Engpässe, die den Konzern ausbremsen und die Jahresprognose belasten.
Kapazitätsgrenze erzwingt Prognosekürzung
Verantwortlich für den deutlichen Kursrutsch ist vor allem der Ausblick auf das erste Quartal 2026. Obwohl Intel im vierten Quartal die Erwartungen übertreffen konnte, enttäuschte die Umsatzprognose für den laufenden Abschnitt. CFO David Zinsner sprach offen von „akuten internen Lieferengpässen“.
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Die Fabriken laufen nahezu bei 100 Prozent Auslastung, können aber das aktuelle Auftragsvolumen nicht bewältigen. Dies zwingt Intel dazu, Umsatzchancen liegenzulassen. Die Prognose von 11,7 bis 12,7 Milliarden US-Dollar verfehlte die Marktschätzung von rund 12,5 Milliarden US-Dollar deutlich. Diese Unfähigkeit, die hohe Nachfrage nach Server- und KI-Chips vollständig zu bedienen, wirkt derzeit wie ein Deckel auf dem Aktienkurs.
Analysten sehen strukturelle Risiken
Die Reaktion der Finanzinstitute ließ nicht lange auf sich warten. Analysten zeigen sich besorgt über die Ausführungsrisiken bei der Produktion. Die DZ Bank bestätigte ihre Verkaufsempfehlung und verwies darauf, dass die neuen Chip-Architekturen noch immer zu viele Fehler aufweisen. Zudem fehlen bislang namhafte externe Großkunden für die wichtigen Fertigungsprozesse 18A und 14A, die das Herzstück der langfristigen Strategie bilden sollen. Auch die Citigroup reagierte und senkte ihr Kursziel auf 48 US-Dollar.
Einordnung der Marktbewegung
Der Stimmungswechsel an der Börse vollzog sich abrupt. Noch am 22. Januar 2026 markierte das Papier ein 52-Wochen-Hoch bei über 54 US-Dollar. Die Nachricht über die Engpässe löste eine scharfe Korrektur aus, die den Kurs innerhalb weniger Tage um rund 22 Prozent drückte.
- Schlusskurs Montag: 42,56 USD
- Veränderung 7 Tage: -12,08 %
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -21,61 %
Kurzfristig bestimmen die Produktionslimits den Kursverlauf. Solange Intel die Fertigungsprobleme nicht in den Griff bekommt und die hohen Fehlerraten bei neuen Architekturen nicht senkt, dürfte das Vertrauen der Anleger gedämpft bleiben. Der Markt preist die durch Kapazitätsmangel entgangenen Umsätze derzeit konsequent ein.
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