Intel Aktie: Magdeburg wartet auf Nachfolger

Nach dem Intel-Aus in Magdeburg stockt die Entwicklung des Geländes. Erste Interessenten für den High-Tech-Park sind jedoch in Sicht.

Die Kernpunkte:
  • Gelände bleibt vorerst ungenutzt
  • Infrastrukturprojekte in Planung
  • FMC als möglicher erster Investor
  • Intel-Aktie profitiert von Branchenstimmung

Das einstige Intel-Gelände in Magdeburg bleibt vorerst eine Brache mit großen Plänen. Sachsen-Anhalts Finanzminister Michael Richter dämpft die Erwartungen: Bis tatsächlich neue Unternehmen auf den Flächen produzieren, werden wohl noch mehrere Jahre vergehen.

Verträge, Infrastruktur, Geduld

Das Land Sachsen-Anhalt hat zwar in der vergangenen Woche weitere Teile des Geländes erworben — Eigentümer aller Flächen ist es aber noch nicht. Bevor überhaupt erste Unternehmen einziehen können, braucht das Areal eine grundlegende Infrastruktur. Geplant ist unter anderem ein Wasserwerk an der Elbe für rund 180 Millionen Euro. Die Stadt Magdeburg erhält für bereits geleistete Aufwendungen — darunter Grabungen und Straßenbau — eine Erstattung von rund 24 Millionen Euro.

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Langfristig soll das rund 1.100 Hektar große Areal zum „High-Tech-Park Sachsen-Anhalt“ werden. Ein ambitionierter Name für ein Projekt, das gerade erst bei der Grundstücksklärung steht.

Erste Interessenten in Sicht

Immerhin: Leer ist die Interessentenliste nicht. Am weitesten scheinen die Gespräche mit der Dresdner FMC (Ferroelectric Memory Company) gediehen zu sein, die Chips für KI-Rechenzentren fertigen will. Ob FMC tatsächlich nach Magdeburg kommt, soll im Spätsommer dieses Jahres feststehen. Richter nennt darüber hinaus mindestens drei weitere potenzielle Ansiedlungen — konkrete Namen nannte er nicht. Mit Bund und EU laufen Gespräche über mögliche Förderungen.

Intel hatte seine Fabrikpläne in Magdeburg 2025 endgültig begraben — als eines von mehreren Sparprojekten im Rahmen des umfassenden Konzernumbaus. An der Wall Street läuft die Aktie indes freundlich: Im vorbörslichen Handel legte sie rund zwei Prozent zu, getragen von einem breiten Aufwärtswind im Halbleitersektor, der von KI-Fantasie und Hoffnungen auf ein de-eskaliertes Verhältnis zwischen USA und Iran profitiert. Das Magdeburger Kapitel ist für den Kurs längst Vergangenheit — der Markt schaut nach vorne.

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