Intel Aktie: Neuer Schub
Intel präsentiert Panther-Lake-Prozessoren auf 18A-Technologie und erhält ein deutliches Analysten-Upgrade. Die Aktie reagiert volatil auf die Nachrichten zur Turnaround-Strategie.

- Neue Panther-Lake-Chips auf 18A-Fertigungsknoten
- Analysten-Upgrade mit Kursziel von 50 US-Dollar
- Nvidia investiert fünf Milliarden US-Dollar
- Volatiler Aktienkurs trotz positiver Signale
Intel versucht den Befreiungsschlag im PC- und Foundry-Geschäft: Auf der CES 2026 hat der Konzern seine neue Prozessor-Generation „Panther Lake“ vorgestellt – erstmals auf dem lange angekündigten 18A-Fertigungsknoten. Parallel dazu sorgt ein deutliches Analysten-Upgrade für frischen Gesprächsstoff. Im Kern steht die Frage, ob Intel damit glaubhaft zur technischen Spitze zurückkehren kann.
Neuer 18A-Knoten im Praxistest
Im Mittelpunkt der aktuellen Story steht der Start der Core-Ultra-3-Prozessoren („Panther Lake“) auf dem 18A-Prozess, der technologisch grob einem 2nm-Knoten entspricht. Die Chips wurden offiziell auf der CES 2026 präsentiert, Vorbestellungen starten heute, die weltweite Verfügbarkeit ist für den 27. Januar angekündigt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Intel?
Intel unterlegt den Launch mit aggressiven Leistungsangaben:
– Bis zu 60 % höhere Multi-Thread-Performance
– Bis zu 77 % schnelleres Gaming gegenüber der Vorgängergeneration „Lunar Lake“
Dazu kommt eine integrierte NPU mit 50 TOPS (Trillion Operations Per Second), klar ausgerichtet auf den wachsenden Markt der „AI-PCs“. Für Investoren ist weniger die Marketingzahl entscheidend, sondern der Beweis, dass der 18A-Knoten bei Ertrag (Yield) und Performance funktioniert – denn genau daran hängt die Glaubwürdigkeit der gesamten Technologiestrategie.
Analysten-Upgrade mit deutlich höherem Kursziel
Rückenwind kommt von Melius Research: Das Analysehaus hat die Aktie am 5. Januar von „Hold“ auf „Buy“ hochgestuft und das Kursziel auf 50 US-Dollar angehoben. Ausgehend vom aktuellen Kurs um 39,40 US-Dollar entspricht das einem theoretischen Aufwärtspotenzial von rund 27 %.
Die Begründung: eine Bewertungsdiskrepanz im Vergleich zu TSMC. Intel wird derzeit etwa zum Doppelten des Buchwerts gehandelt, während TSMC auf rund das 10,3-Fache kommt. Melius sieht hier Spielraum für eine Neubewertung der Foundry-Sparte, falls 18A und der nachfolgende 14A-Knoten wie geplant ausgerollt werden.
In diesem Szenario könnten sich laut Analyse bis 2028/2029 zusätzliche Fertigungsaufträge durch große Tech-Konzerne wie Nvidia oder Apple ergeben – vorausgesetzt, die Prozess-Technologie erweist sich als zuverlässig und wettbewerbsfähig. Das wäre ein Paradigmenwechsel für Intel, das sich damit als unabhängiger Fertiger neben TSMC positionieren würde.
Strategische Investoren und Staat an Bord
Auf der Finanzierungsseite haben sich die Gewichte ebenfalls verschoben. Nvidia hat am 5. Januar eine Investition von 5 Milliarden US-Dollar abgeschlossen und rund 214,7 Millionen Intel-Aktien zu 23,28 US-Dollar je Anteil erworben. Die Beteiligung entspricht ungefähr 4 % des Unternehmens und stärkt die Bilanz in einer Phase hoher Investitionsausgaben für neue US-Fabs.
Parallel dazu hält die US-Regierung weiterhin rund 10 % an Intel, nachdem Fördergelder aus dem CHIPS Act in Eigenkapital umgewandelt wurden. Diese Kombination aus strategischem Industriepartner und staatlichem Großaktionär bietet einerseits einen stabilen Kapitalrahmen, bringt andererseits aber auch politischen Einfluss in die Equity-Story.
Hohe Schwankungen, geteilte Einschätzungen
Trotz der positiven Nachrichten bleibt die Aktie volatil. Am 5. Januar legte der Kurs intraday zeitweise um bis zu 6,9 % zu, gab die Gewinne jedoch bis Handelsschluss wieder komplett ab – ein Muster, das auf kurzfristige Gewinnmitnahmen hindeutet.
Charttechnisch hat die Aktie jüngst mehrere wichtige Durchschnitte nach oben gekreuzt. Der aktuelle Kurs von 39,40 US-Dollar liegt deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 33,71 US-Dollar und noch klarer über dem 200-Tage-Durchschnitt von 24,94 US-Dollar. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von über 100 %, während der RSI von 61,8 eher auf eine solide, aber noch nicht überhitzte Dynamik hindeutet.
Auf der Bewertungsseite sind die Meinungen gespalten: Während Melius Research 50 US-Dollar anpeilt, liegt das durchschnittliche Kursziel des restlichen Analystenkonsenses bei etwa 33,48 US-Dollar und damit deutlich darunter. Die Mehrzahl der Experten bleibt bei „Hold“ – ein Hinweis darauf, dass viele Marktteilnehmer die langfristige Umsetzung der Turnaround-Strategie weiterhin skeptisch sehen.
Ausblick: CES-Launch, dann Zahlen
In den kommenden Wochen stehen zwei Prüfsteine an. Zunächst muss Intel zeigen, dass der Panther-Lake-Launch operativ reibungslos läuft und OEM-Partner die Plattform breit in ihren AI-PC-Linien einsetzen. Kurz darauf folgt am 29. Januar der nächste Quartalsbericht, bei dem Investoren besonders auf aktualisierte Aussagen zum Foundry-Geschäft, zur Auslastung der neuen Knoten und zu den Kapitalplänen achten werden. Genau dort dürfte sich entscheiden, ob die jüngsten Aufwertungen und die starke Kursentwicklung der letzten zwölf Monate eine nachhaltige Basis haben.
Intel-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Intel-Analyse vom 7. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Intel-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Intel-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Intel: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




