Intel Aktie: Speicherchip-Gerüchte treiben Kurs
Spekulationen über eine US-Fertigung von SK Hynix mit Intel lassen die Aktie steigen, doch ein Vertrag ist bislang nicht vereinbart.

- Intel-Kurs legt gut fünf Prozent zu
- SK Hynix prüft mehrere strategische Optionen
- US-Speicherchipproduktion mit Intel im Gespräch
- Möglicher Vertrag bleibt zunächst offen
Ein Bericht über mögliche Verhandlungen zwischen Intel und SK Hynix hat der Aktie kräftig Auftrieb gegeben. Der südkoreanische Speicherchip-Hersteller soll demnach über eine Fertigung in den USA nachdenken — mit Intel als möglichem Partner. Die Aktie legte daraufhin um gut fünf Prozent zu.
Konkret geht es um die Produktion von Speicherchips auf amerikanischem Boden. Ein solcher Schritt würde SK Hynix näher an die US-Lieferketten rücken und Intel eine neue Rolle im Speichersegment eröffnen, das dem Konzern bislang eher fremd ist.
Ein Intel-Sprecher wollte die Spekulationen nicht kommentieren, SK Hynix selbst spricht lediglich davon, verschiedene Optionen zur Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit zu prüfen. Abgeschlossen ist nach eigenen Angaben nichts.
Politisches Risiko aus Seoul
Ganz ohne Hürden dürfte ein solcher Deal nicht über die Bühne gehen. Das Chipgeschäft von SK Hynix gilt in Südkorea als Angelegenheit von nationaler Bedeutung — Widerstand der Regierung in Seoul gegen eine Verlagerung der Fertigung in die USA gilt als wahrscheinlich. Für Intel wäre eine Kooperation dennoch attraktiv: Sie würde die eigenen US-Fabriken besser auslasten und den Konzern als strategischen Partner im Speicherchip-Segment positionieren.
Der Kursgewinn reiht sich in eine bereits beeindruckende Entwicklung der vergangenen Monate ein. Allein im laufenden Monat hat die Aktie einen zweistelligen Prozentzuwachs verzeichnet, nachdem sie bereits im bisherigen Jahresverlauf massiv zugelegt hatte. Anleger belohnen damit offenbar eine Serie positiver Nachrichten rund um Intels Rolle in der US-Chipfertigung — von Regierungsbeteiligungsdebatten bis zu neuen Partnerschaftsgesprächen.
Ob aus den Gesprächen mit SK Hynix ein konkreter Vertrag wird, bleibt zunächst offen. Sollte Seoul grünes Licht geben, könnte Intel einen weiteren wichtigen Baustein für seine US-Fertigungsstrategie gewinnen.
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