Intel Aktie: Tan hält an Terafab fest
CEO Lip-Bu Tan bekräftigt Intels Mitarbeit an Terafab; Applied Materials unterstützt die Entwicklung künftiger KI-Chipverfahren.

- Tan bekräftigt Intels Terafab-Engagement
- Musk spricht mit TSMC über Zusammenarbeit
- Applied Materials kooperiert bei Chiptechnik
- Rapidus plant 2-Nanometer-Produktion
Intel bleibt im Boot. CEO Lip-Bu Tan sagte vor einem Event in Tokio, das Unternehmen werde weiter an Elon Musks Chipprojekt Terafab mitarbeiten. Anlass der Aussage war das 50-jährige Jubiläum des US-Chipherstellers in Japan.
Die Klarstellung kommt zur rechten Zeit. Musk hatte am Wochenende auf X erklärt, es gebe Gespräche mit dem taiwanischen Auftragsfertiger TSMC über eine mögliche Zusammenarbeit bei Terafab. Seine Wortwahl blieb vorsichtig: „Just discussions, but something may come of it.“ Marktbeobachter sehen darin eine mögliche Gefahr für Intels Rolle, weil Musk offenbar mehrere Partner abwägt.
Anleger reagieren zurückhaltend
Die Intel-Aktie schloss am Dienstag gut drei Prozent im Minus bei 112,50 Dollar. Im nachbörslichen Handel erholte sie sich leicht auf rund 113,50 Dollar. Eine Stellungnahme von Intel oder Tesla zu Tans Aussagen lag zunächst nicht vor.
Rückenwind aus der Fertigungstechnik
Eine zweite Nachricht stützt Intels technologische Position. Applied Materials arbeitet mit Intel an Verfahren für Transistoren der nächsten Generation, Verbindungsstrukturen und fortgeschrittenes Packaging. Beteiligt sind das neue EPIC-Zentrum des Ausrüsters im Silicon Valley und Intels Entwicklungscampus in Hillsboro, Oregon. Ziel ist, neue Technologien für KI-Chips schneller zur Marktreife zu bringen.
Neue Konkurrenz im Foundry-Geschäft
Der Wettbewerb um Fertigungsaufträge wird breiter. Japans staatlich gestütztes Projekt Rapidus will in der zweiten Hälfte des nächsten Geschäftsjahres die 2-Nanometer-Produktion starten und sucht dafür Kunden.
Neben TSMC und Samsung nennt Rapidus auch Intel als Gegenspieler. Analysten betonen, dass TSMC den Großteil des Marktes dominiert. Kunden, die dort keine Kapazitäten bekommen, könnten aber nach Alternativen suchen. Genau in diese Lücke will auch Intel stoßen.
Für Intel hängt viel an Terafab. Sollte TSMC tatsächlich einsteigen, müsste sich Intel seinen Anteil an Musks Projekt neu sichern. Tans Bekenntnis zeigt zumindest, dass der Konzern seinen Platz verteidigen will.
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