Intel Aktie: Top-Performance!

HSBC stuft Intel deutlich hoch und erwartet starkes Serverwachstum durch KI. Die Aktie erreicht neue Höchststände vor dem Quartalsbericht, nachdem mehrere Banken ihre Bewertungen angepasst haben.

Die Kernpunkte:
  • HSBC verdoppelt Kursziel von 26 auf 50 US-Dollar
  • Starkes Serverwachstum durch KI-Anwendungen erwartet
  • Aktie notiert auf neuem 52-Wochen-Hoch
  • Mehrere Banken passen Bewertungen vor Quartalszahlen an

Intel geht mit einer starken Kursentwicklung in die Berichtssaison. Heute legt HSBC mit einer deutlichen Hochstufung nach und treibt die Aktie im frühen Handel spürbar an. Im Fokus steht vor allem das Servergeschäft, das 2026 deutlich stärker wachsen soll als bislang erwartet.

HSBC mit deutlicher Hochstufung

HSBC-Analyst Frank Lee hat Intel heute von „Reduce“ auf „Hold“ hochgestuft und das Kursziel nahezu verdoppelt – von 26 auf 50 US‑Dollar. Hauptargument ist ein optimistischerer Blick auf das klassische Serversegment (DCAI).

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Die Bank rechnet nun für das Geschäftsjahr 2026 mit einem Anstieg der Serverauslieferungen um 15–20 % gegenüber dem Vorjahr. Das liegt klar über den bisher gängigen Schätzungen am Markt, die bei 4–6 % Wachstum liegen. Treiber sollen vor allem steigende Anforderungen an Server-CPUs durch zunehmende agentische KI‑Anwendungen sein.

Laut der Analyse sieht HSBC trotz der bereits im laufenden Jahr erzielten Kursgewinne weiteres Potenzial im DCAI‑Geschäft, das im Kurs noch nicht vollständig abgebildet sei.

Breite Welle positiver Analystenreaktionen

Die HSBC-Hochstufung ist der vorläufige Höhepunkt einer ganzen Serie von Aufwärtsrevisionen vor den Zahlen zum vierten Quartal 2025:

  • Citi stufte am 15. Januar von „Sell“ auf „Neutral“ hoch und erhöhte das Kursziel von 29 auf 50 US‑Dollar. Begründung: erwartete Vorteile aus Angebotsengpässen bei TSMCs Advanced-Packaging-Kapazitäten.
  • UBS hob das Kursziel von 40 auf 49 US‑Dollar an, beließ das Rating aber bei „Neutral“ und verwies auf angespanntes Angebot.
  • Jefferies erhöhte das Ziel von 40 auf 45 US‑Dollar, ebenfalls bei „Hold“, mit Verweis auf stärkere Servernachfrage.
  • Barclays schraubte das Ziel von 35 auf 45 US‑Dollar nach oben und blieb bei „Equal Weight“.
  • KeyBanc hatte bereits am 13. Januar auf „Overweight“ hochgestuft und mit 60 US‑Dollar das bislang höchste Kursziel am Markt ausgerufen.

Damit verschiebt sich die bisher eher vorsichtige Haltung vieler Häuser spürbar in Richtung neutral bis moderat positiv, auch wenn die Mehrheit formell bei Halteempfehlungen bleibt.

Erwartungen an die Quartalszahlen

Für das vierte Quartal 2025 liegen die Konsensschätzungen bei:

  • Umsatz: 13,37 Mrd. US‑Dollar (–6,2 % gegenüber Vorjahr)
  • Ergebnis je Aktie: 0,08 US‑Dollar (–38,5 % gegenüber Vorjahr)
  • Bruttomarge: rund 36,5 %

Der Optionsmarkt preist derzeit eine Kursbewegung von etwa ±7,5 % um den Zahlenzeitpunkt ein. Ausgehend vom aktuellen Kurs ergibt sich damit eine erwartete Handelsspanne von ungefähr 43,40 bis 50,50 US‑Dollar direkt nach der Veröffentlichung.

Starke Rally und operative Treiber

Am 15. Januar 2026 markierte die Aktie mit 50,39 US‑Dollar ein neues 52‑Wochen‑Hoch – nach einem Tief von 17,67 US‑Dollar im April 2025. Auf Sicht von zwölf Monaten entspricht das einem Anstieg von rund 130 %, womit Intel auch namhafte Branchenwerte wie Nvidia und AMD hinter sich gelassen hat.

Zu den wichtigsten Kurstreibern der vergangenen Monate zählen:

  • Kostenprogramme seit Amtsantritt von CEO Lip‑Bu Tan im März 2025
  • Der erfolgreiche Start der Core Ultra Series 3 auf Basis des 18A‑Fertigungsprozesses zur CES 2026
  • Strategische Kooperationen mit Nvidia und SoftBank
  • Berichte über Apple als potenziellen Foundry‑Kunden für einfachere M‑Series‑Prozessoren

Nach Einschätzung des Teams von Bank of America dürften solide Serververkäufe die anfänglichen Belastungen durch steigende Speicherpreise im PC‑Geschäft weitgehend ausgleichen, sodass Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen oder leicht darüber möglich erscheinen.

Ausblick auf den Zahlenabend

Die Veröffentlichung der Q4‑Zahlen am 22. Januar nach Börsenschluss wird zum wichtigen Test für die aktuelle Kursdynamik. Nach einem Anstieg von bereits über 27 % seit Jahresbeginn sind die Erwartungen hoch.

Im Mittelpunkt der Investoren stehen dabei vor allem:

  • Der Ausblick für 2026, insbesondere die weitere Entwicklung des Serversegments
  • Fortschritte bei Ausbeute und Hochlauf des 18A‑Prozessknotens
  • Der Stand der Kundenpipeline in den Foundry Services
  • Die Margenperspektive beim Hochfahren neuer Fertigungstechnologien

Aktuell entfallen im Analystenkonsens 17 % der Einstufungen auf „Buy“, 70 % auf „Hold“ und 13 % auf „Sell“. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 40,63 US‑Dollar noch unter dem aktuellen Kursniveau. Diese Diskrepanz zwischen jüngsten Kurszielanhebungen und bereits stark gelaufenem Kurs schafft einen klar definierten Rahmen für mögliche Ausschläge nach oben oder unten, sobald die Zahlen und der Ausblick auf dem Tisch liegen.

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