Intesa Sanpaolo Aktie: Kartell-Auflage droht?
Die Kartellbehörde sieht laut Reuters mögliche zusätzliche Filialverkäufe als Bedingung für die Freigabe der geplanten MPS-Übernahme.

- Kartellbehörde übermittelte abschließende Bewertung
- Einige Dutzend weitere MPS-Filialen könnten verkauft werden
- Anleiheaufträge überstiegen 4,25 Milliarden Euro
- Intesa erwartet 2026 mehr als zehn Milliarden Euro Nettogewinn
Bei der geplanten Übernahme von Monte dei Paschi di Siena durch Intesa Sanpaolo könnten zusätzliche Filialverkäufe erforderlich werden. Reuters berichtete gestern, die italienische Kartellbehörde habe den Beteiligten ihre abschließende Bewertung übermittelt. Eine Genehmigung könnte demnach voraussetzen, dass Intesa einige Dutzend weitere MPS-Filialen verkauft.
Die formelle Zustimmung wurde dem Bericht zufolge noch vor Beginn der Angebotsphase erwartet. Diese soll am 23. oder 24. November starten. Die zusätzlichen Filialverkäufe wären damit eine mögliche Auflage für die Freigabe der geplanten Transaktion.
Anleihe trifft auf hohe Nachfrage
Am Donnerstag platzierte Intesa Sanpaolo nach eigenen Angaben eine fünfjährige Senior-Non-Preferred-Anleihe über 1,25 Milliarden Euro. Der Risikoaufschlag betrug 95 Basispunkte gegenüber dem Mid-Swap-Satz. In der Spitze überstiegen die Zeichnungsaufträge 4,25 Milliarden Euro.
Ebenfalls am Donnerstag meldete Intesa Sanpaolo ihre Beteiligung an zwei nachhaltigkeitsgebundenen Krediten für Marcegaglia Steel S.p.A. Die Finanzierungen eines Bankenpools belaufen sich zusammen auf 800 Millionen Euro. Sie sind für das Projekt des Unternehmens in Fos-sur-Mer vorgesehen.
Höheres Gewinnziel und Zwischendividende
Am Dienstag hatte Intesa Sanpaolo nach einem Rekordergebnis die Gewinnprognose angehoben. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen nun einen Nettogewinn von deutlich mehr als zehn Milliarden Euro.
In den ersten neun Monaten 2026 erzielte Intesa Sanpaolo einen Nettogewinn von 8,2 Milliarden Euro. Davon entfielen 2,645 Milliarden Euro auf das dritte Quartal.
Der Verwaltungsrat beschloss außerdem eine Zwischendividende von insgesamt 3.813.049.994,60 Euro. Je Aktie sollen 0,22 Euro ausgeschüttet werden. Die Auszahlung ist für den 25. November vorgesehen.
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