Intuit Aktie: 48,61 Prozent Minus seit Jahresanfang
Trotz Umsatz- und Gewinnsteigerung senken Analysten die Kursziele für Intuit. Der Markt fokussiert sich auf das schwächere Verbrauchergeschäft und die hohe Bewertung.

- Mehrere Großbanken senken Kursziele
- Umsatzwachstum von zehn Prozent
- Rückgang bei TurboTax Online-Nutzern
- Stellenabbau zur KI-Förderung
Intuit hat mit seinem Quartalsbericht operativ geliefert. Umsatz und Gewinn lagen leicht über den Erwartungen, die Prognose für das Gesamtjahr wurde angehoben. Trotzdem reagiert der Markt hart. Der eigentliche Streit dreht sich nicht mehr um die Ergebnisqualität, sondern um die Frage, wie lange das Wachstum im Kerngeschäft noch trägt.
Analysten ziehen die Reißleine
Mehrere große Häuser haben ihre Kursziele nach unten gesetzt. Citigroup senkte das Ziel von 649 auf 591 Dollar und blieb bei „Buy“. Wells Fargo wurde deutlich vorsichtiger und kappte die Marke von 425 auf 360 Dollar bei „Equal Weight“.
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Auch KeyCorp und UBS Group haben ihre Erwartungen zurückgenommen. KeyCorp senkte das Ziel von 520 auf 450 Dollar, UBS von 440 auf 360 Dollar. Hinter den Kürzungen steht vor allem die Sorge um die Bewertung. Die Aktie war schon 2026 stark unter Druck geraten.
Solide Zahlen, schwächere Basis
Im dritten Geschäftsquartal bis 30. April stieg der Umsatz auf 8,56 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 10 Prozent. Der Markt hatte 8,54 Milliarden Dollar erwartet. Beim bereinigten Gewinn je Aktie kam Intuit auf 12,80 Dollar, ebenfalls leicht über den Prognosen.
Unter der Oberfläche zeigt sich aber Reibung. TurboTax Online verlor rund 2 Prozent bei den zahlenden Einheiten. Der Anteil an den vom IRS elektronisch eingereichten Steuererklärungen sank um etwa einen Prozentpunkt. Im gleichen Schritt legte die Sparte Global Business Solutions um 15 Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar zu. Genau diese Verschiebung nährt Zweifel am Tempo im Verbrauchergeschäft.
Umbau für KI
Intuit streicht 17 Prozent der Stellen. Rund 3.000 Mitarbeiter sind betroffen. Das Management will Hierarchien abbauen und mehr Geld in KI-Projekte lenken. Für die Restrukturierung rechnet der Konzern mit Kosten zwischen 300 und 340 Millionen Dollar, vor allem im vierten Quartal.
Die Jahresziele wurden trotzdem angehoben. Für 2026 stellt Intuit nun einen Umsatz von 21,341 bis 21,374 Milliarden Dollar in Aussicht. Das wäre ein Wachstum von 13 bis 14 Prozent. Beim bereinigten Gewinn je Aktie erwartet der Konzern 23,80 bis 23,85 Dollar, nach einem Plus von 18 Prozent.
Aktie unter Druck
Die Börse hat die Zahlen anders gelesen. Im regulären Handel fiel die Aktie am Mittwoch um 3,95 Prozent. Nachbörslich ging es weitere 13,4 Prozent abwärts auf rund 332 Dollar. Heute notiert das Papier bei 276,00 Euro und damit am Tagestief. Seit Jahresanfang steht ein Minus von 48,61 Prozent zu Buche.
Der Markt preist damit ein anderes Risiko ein: nicht schwache Gewinne, sondern ein schwierigeres Umfeld für Software mit Preissetzungsmacht. Entscheidend wird nun, ob Intuit das mittlere Geschäft weiter ausbauen kann und ob die KI-Integration im kommenden Geschäftsjahr schnell genug in Umsatz übersetzt wird.
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