Intuit Aktie: 8 Milliarden Dollar Rückkauf
Intuit kündigt höhere Dividende und 8-Milliarden-Aktienrückkauf an, während der Aktienkurs seit Jahresbeginn um über die Hälfte fiel und ein Stellenabbau droht.

- Dividende auf 1,20 Dollar erhöht
- Aktienrückkauf über acht Milliarden
- Stellenabbau von 17 Prozent geplant
- Analysten uneins über Kursentwicklung
Intuit belohnt seine Aktionäre großzügig. Das Softwareunternehmen hebt die Dividende an und startet einen massiven Aktienrückkauf. Der Börsenkurs erzählt allerdings eine völlig andere Geschichte. Seit Januar hat das Papier mehr als die Hälfte seines Wertes verloren.
Am Freitag schloss die Aktie bei 238,50 Euro. Das bedeutet ein Minus von fast 56 Prozent seit Jahresbeginn. Vom einstigen Rekordhoch bei knapp 707 Euro ist der Titel weit entfernt. Immerhin verbuchten Anleger auf Wochensicht ein leichtes Plus.
Milliarden für die Aktionäre
Das Management steuert nun aktiv gegen. Der Vorstand beschloss eine höhere Quartalsdividende von 1,20 US-Dollar je Aktie. Das Geld fließt am 17. Juli 2026 an die Anteilseigner. Ein massiver Aktienrückkauf flankiert diesen Schritt. Intuit sicherte sich dafür einen neuen Rahmen von acht Milliarden Dollar.
Klagerisiko und Stellenabbau
Die großzügigen Ausschüttungen können die operativen Probleme kaum verdecken. Eine Kanzlei prüft derzeit mögliche Klagen wegen Wertpapierbetrugs. Intuit soll Anleger über die Preisstrategie seiner TurboTax-Software getäuscht haben. Das Unternehmen räumte bereits den Verlust von Marktanteilen bei preissensiblen Kunden ein.
Die Folge: ein harter Schnitt. Intuit streicht rund 17 Prozent seiner Vollzeitstellen. Dieser Umbau kostet kurzfristig bis zu 340 Millionen Dollar. Das Management will das Programm bis zum ersten Geschäftsquartal 2027 abschließen.
Analysten uneins
Die Wall Street bewertet die Lage extrem unterschiedlich. Die Investmentbank Stifel stufte die Aktie auf „Halten“ ab. Die Analysten senkten das Kursziel von 375 auf 275 Dollar. Sie rechnen mit niedrigeren Wachstumszielen des Managements. Citi rät hingegen weiterhin zum Kauf der Papiere.
Optisch wirkt die Aktie nach dem Absturz günstig. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aktuell bei 15,6. Damit handelt Intuit deutlich unter dem Branchendurchschnitt von knapp 27. Laufende Investitionen in Künstliche Intelligenz könnten künftige Gewinne stützen.
Ende Juli schließt Intuit das laufende Geschäftsjahr ab. Der kommende Quartalsbericht liefert die ersten harten Zahlen zu den Umbaukosten. Hält die rechtliche Unsicherheit rund um TurboTax an, droht dem Kurs trotz des Rückkaufprogramms weiterer Druck. Die Unterstützung beim jüngsten Tief von 221,50 Euro rückt dann direkt in den Fokus.
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