Intuitive Surgical Aktie: Malaysia-Fabrik 2028 geplant

Intuitive Surgical plant in Penang eine neue Fertigung für da-Vinci-Komponenten und will bis 2032 rund 1.200 Stellen in Malaysia schaffen.

Die Kernpunkte:
  • Neue Produktionsstätte in Penang geplant
  • Investition von 500 Millionen Dollar
  • Bis 2032 entstehen 1.200 Arbeitsplätze
  • da-Vinci-Eingriffe weltweit um 15 Prozent gestiegen

Der US-Medizintechnikkonzern Intuitive Surgical verstärkt seine Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum signifikant. Wie das Unternehmen bekannt gab, wird eine neue Produktionsstätte in Penang, Malaysia, errichtet.

Mit einer geplanten Investitionssumme von rund 500 Millionen US-Dollar über die nächsten fünf Jahre reagiert der Spezialist für roboterassistierte Chirurgie auf die steigende Nachfrage in der Region. Die Anlage im Bandar Cassia Technology Park soll eine Fläche von 316.000 Quadratfuß umfassen und voraussichtlich im Jahr 2028 den Betrieb aufnehmen.

Expansion für das da-Vinci-System

Der neue Standort in Malaysia ist darauf ausgelegt, chirurgische Instrumente und elektromechanische Geräte für das da-Vinci-Operationssystem zu fertigen. Ziel ist es, die Lieferketten für den asiatischen Markt zu verkürzen und die Produktionskapazitäten weltweit zu skalieren.

Bis zum Jahr 2032 plant das Unternehmen, am Standort Penang rund 1.200 Arbeitsplätze zu schaffen. Diese strategische Entscheidung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen eine weiterhin hohe Auslastung seiner installierten Systeme verzeichnet.

In der operativen Entwicklung spiegelte sich dieser Bedarf zuletzt in den Zahlen für das zweite Quartal wider, die Mitte Juli veröffentlicht wurden. Die Anzahl der mit dem da-Vinci-System durchgeführten Prozeduren stieg weltweit um etwa 15 Prozent. Besonders dynamisch entwickelte sich das Ion-System für Lungenbiopsien, dessen Verfahrenszahlen um 36 Prozent zulegten.

Zum Ende des zweiten Quartals verfügte Intuitive Surgical über eine installierte Basis von insgesamt 11.710 Systemen. Allein in diesem Zeitraum wurden 468 neue da-Vinci-Einheiten platziert, wobei das neue Modell da Vinci 5 bereits 246 dieser Platzierungen ausmachte.

Insiderverkäufe und Marktentwicklung

Parallel zu den Expansionsplänen wurden im Laufe des Augusts mehrere Verkäufe von Firmenanteilen durch Führungskräfte des Unternehmens bekannt. Medienberichten zufolge veräußerten unter anderem Mark Brosius, Executive Vice President für Fertigung und Lieferkette, sowie der CEO und Director Gary S. Guthart Anteile im Rahmen von vorab festgelegten Handelsplänen gemäß Rule 10b5-1. Guthart verkaufte demnach 10.000 Aktien zu einem Preis von 400,00 US-Dollar pro Stück.

Auch die Vorstandsmitglieder Amy L. Ladd und Gary Loeb trennten sich im August von kleineren Aktienpaketen. Solche automatisierten Verkäufe dienen häufig der Diversifizierung privater Portfolios und sind über Monate im Voraus geplant.

An der Börse zeigt sich das Papier derzeit in einer schwierigen Phase. Mit einem aktuellen Kurs von 316,15 € notiert die Aktie deutlich unter ihren bisherigen Höchstständen. Seit Jahresbeginn hat der Wert rund 35 % an Boden verloren. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch, das Anfang Januar bei 516,50 € markiert wurde, beträgt aktuell 39 %.

Trotz der jüngsten Kursverluste und der im März gemeldeten Rückrufe bei chirurgischen Klammergeräten setzt das Unternehmen mit der Großinvestition in Malaysia ein deutliches Zeichen für langfristiges Wachstum im Bereich der minimalinvasiven Chirurgie.

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