Investmentausblick KW 13/16: Wieder Tritt fassen

Verkürzte Handelswochen sind für Börsianer immer ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite wird gern mal die Gelegenheit genutzt, eine Atempause einzulegen, zumal wie aktuell, wo die Börsen zum Teil schwierige Konstellationen zeigen. Andererseits sind solche Aneinanderreihungen von Feiertagen wie über Ostern durchaus problematisch, weil während der Feiertage auf der politischen und/oder wirtschaftlichen Bühne einiges geschehen kann, das dann für unerwartete Turbulenzen sorgt. Ganz abgesehen davon, dass die einzelnen Märkte durchaus unterschiedliche Kalender haben.

Bulle-BärDas konnten wir auch über Ostern sehen, wo schon gestern wieder in New York gehandelt wurde. Im Endergebnis mit wenig aussagekräftigen Ergebnissen, aber immerhin. Bedeutender in diesem Zusammenhang waren allerdings frische Konjunkturzahlen, die erst ab heute auch in Europa in entsprechenden Kursbewegungen umgemünzt werden konnten.

Im Fokus standen dabei vor allem die privaten Einkommen und Konsumausgaben. Im Vorfeld hatten die Analysten für beide Parameter schon mit Rückgängen in der Aufwärtsdynamik gerechnet (jeweils von plus 0,5% auf plus 0,1%). Am Ende traf der Konsum die Prognose, die Einkommen legten wenigstens noch um 0,2% zu. Was aber insgesamt eher schwach beurteilt wurde.

Inflationsdaten bleiben im Fokus

Besonderes Augenmerk lag auf dem PCE-Preisindex, nach dem auch die Fed ihre Geldpolitik ausrichtet. Hier hatten Analysten in der Kernrate mit einer leichten Erhöhung auf 1,8% gerechnet, tatsächlich gab es nur ein unverändertes Ergebnis bei 1,7%. Was interessante Implikationen für die nächsten Äußerungen aus den Reihen der Fed haben könnte, da die US-Währungshüter immer wieder betonen, dass ein weiteres Anziehen der Preise mit die wichtigste Voraussetzung wäre, um die Zinsen weiter anzuheben. Das scheint offensichtlich aber nicht der Fall zu sein.

Der weitere Verlauf der Woche dürfte aber ebenso wenig langweilig werden. Denn mit dem Arbeitsmarktbericht März und dem Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (beide am Freitag avisiert) stehen zwei echte Hochkaräter ins Haus. Wobei hier sehr unterschiedliche Signale kommen könnten. Denn während für den Einkaufsmanagerindex mit einem Sprung über die wichtige Marke von 50 Punkten (deutet auf expansive Wirtschaft hin) gerechnet wird, könnte der Arbeitsmarktbericht insbesondere bei den neu geschaffenen Stellen etwas moderater als erwartet ausfallen.

Europa wartet auf Signale, wie EZB-Maßnahmen wirken

Europa hat diesem Datenmaterial nicht ganz so viel entgegenzusetzen, dafür aber auch etwas sehr Heikles. […]

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