Invinity: 10,6-Prozent-Rutsch auf 0,31 Pfund

Nach einem Kursplus von 60 Prozent in 30 Tagen setzen Anleger bei Invinity Energy auf Gewinnmitnahmen. Die Aktie fällt deutlich, der langfristige Trend bleibt intakt.

Die Kernpunkte:
  • Kursrutsch nach 60-Prozent-Rallye
  • 52-Wochen-Hoch erst kürzlich erreicht
  • Extrem hohe Volatilität von 137 Prozent
  • Operative Umsetzung als nächster Prüfstein

Die Aktie von Invinity Energy Systems erlebt dieser Tage eine Achterbahnfahrt. Ganze 60 Prozent Plus in 30 Tagen, dann plötzlich ein Rutsch von 18 Prozent in einer Woche.

Am Mittwoch fällt der Kurs um weitere 10,6 Prozent auf 0,31 Pfund. Der gestrige Schlusskurs lag noch bei 0,34 Pfund.

Trotz der jüngsten Verluste steht das Papier seit Jahresbeginn mit 54 Prozent im Plus. Erst vor wenigen Tagen markierte die Aktie ihr 52-Wochen-Hoch bei 40,50 Pfund. Der Abstand dorthin beträgt nun 99 Prozent – ein Beleg für die extreme Schwankungsbreite.

Hohe Volatilität, neutrales Momentum

Die annualisierte Volatilität der vergangenen 30 Tage liegt bei 137 Prozent. Das ist außergewöhnlich.

Der RSI auf 14-Tage-Basis signalisiert mit 53 Punkten neutrales Momentum. Weder überkauft noch überverkauft. Die 50-Tage-Linie bei 0,23 Pfund und der 100-Tage-Durchschnitt bei 0,21 Pfund liegen jedoch klar unter dem aktuellen Kursniveau. Rein technisch bleibt der Trend intakt.

Kurz gesagt: Die jüngsten Verluste sind Gewinnmitnahmen, kein Ausverkauf.

Der operative Lackmustest

Das Unternehmen hat Anfang Juni die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Seither bewerten die Anleger die Aussichten neu.

Invinity baut großskalige Vanadium-Redox-Flow-Batterien. Der Markt für stationäre Speicher wächst rasant. Wettbewerber präsentieren auf der Branchenmesse „The Smarter E Europe“ Kapazitäten im Gigawattstunden-Bereich.

Für Invinity entscheidet sich nun, ob die vielversprechende Technologie auch in industriellem Maßstab funktioniert. Die Prognose lässt Spielraum: Die Zahlen zum abgelaufenen Jahr haben gezeigt, wo das Unternehmen finanziell steht. Jetzt geht es um operative Umsetzung und Effizienz.

Die nächste Richtungsentscheidung fällt, wenn sich zeigt, ob Invinity die Auftragsbücher mit konkreten Lieferungen füllen kann.

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