IonQ Aktie: 1,8 Milliarden für SkyWater-Übernahme

IonQ verzeichnet Rekordumsätze, die Aktie fällt jedoch nach Gewinnmitnahmen. Neue Chip-Technologie und Milliardenübernahme prägen die Expansion.

Die Kernpunkte:
  • Aktie fällt nach jüngster Rally
  • Umsatz vervielfacht sich auf 65 Millionen
  • Neuer 256-Qubit-Chip vorgestellt
  • Jahresprognose auf 270 Millionen angehoben

Starke Wachstumsraten, aber fallende Kurse. Bei IonQ klaffen operative Entwicklung und Marktstimmung aktuell auseinander. Der Quantencomputer-Spezialist legte kürzlich beeindruckende Quartalszahlen vor. Trotzdem schickten Anleger die Aktie zum Wochenstart auf Talfahrt.

Gewinnmitnahmen nach Kursrally

Am Montag verlor das Papier sieben Prozent an Wert. Dieser Rücksetzer traf die gesamte Branche. Auch Konkurrenten wie D-Wave oder Rigetti gaben deutlich nach. Kein Wunder. Zuvor hatte IonQ Mitte Mai ein Jahreshoch bei knapp 58 US-Dollar erreicht. Analysten werten den Preisverfall als klassische Gewinnmitnahmen nach einer langen Rally.

Neuer Chip treibt das Geschäft

Operativ läuft es für das Unternehmen deutlich besser. IonQ verkaufte zum Jahresauftakt vorab sein erstes 256-Qubit-System. Dieses basiert auf neuen Halbleiterchips. Das Management reduziert damit die Abhängigkeit von herkömmlicher Lasertechnik.

Ende 2026 soll der erste dieser Rechner in Colorado stehen. Mitte 2027 beginnt voraussichtlich die Inbetriebnahme für Kunden.

Milliarden für die Expansion

Das rasante Wachstum kostet Geld. Der operative Quartalsverlust lag zuletzt bei knapp 97 Millionen US-Dollar. Hohe Forschungsausgaben belasten die Bilanz. Parallel dazu stemmt der Konzern die geplante Übernahme des Chipherstellers SkyWater Technology. Dieser Zukauf kostet rund 1,8 Milliarden US-Dollar.

Die Kriegskasse ist dafür prall gefüllt. Ende März verfügte IonQ über liquide Mittel von 3,1 Milliarden US-Dollar. Auch die Einnahmen sprudeln. Der Quartalsumsatz vervielfachte sich auf fast 65 Millionen US-Dollar.

Ein massiver Auftragsbestand sichert die künftigen Erlöse ab. Das Management hob daraufhin die Jahresprognose an. Für das laufende Jahr erwartet IonQ nun einen Umsatz von bis zu 270 Millionen US-Dollar.

Aktuell präsentiert sich das Unternehmen auf einer Investorenkonferenz in Kalifornien. Marktbeobachter erhoffen sich dort konkrete Zeitpläne. Im Fokus stehen neue Projekte für staatliche Quanten-Infrastruktur. Liefert das Management hier verlässliche Daten, dürfte sich der Aktienkurs schnell stabilisieren.

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