IonQ Aktie: Superion-Offensive!
Vereinbarungen mit NVIDIA und der Florida International University begleiten IonQs höhere Umsatzprognose für 2026.

- Superion 256 für NVIDIA-Forschungszentrum vorgesehen
- Florida International University wählt Campus-Installation
- Tests mit bis zu 408 logischen Qubits
- Umsatzziel für 2026 auf 450 bis 460 Millionen Dollar erhöht
Gleich mehrere Vereinbarungen für das neue Quantencomputersystem Superion 256 treiben die Expansionspläne von IonQ voran. Nachdem das Unternehmen am Mittwoch die Bereitstellung des Systems am Accelerated Quantum Research Center von NVIDIA gemeldet hatte, folgte am Donnerstag die Bestätigung eines weiteren Campus-Projekts mit der Florida International University. Für das Unternehmen markieren diese Schritte wichtige Etappenziele auf dem Weg zur kommerziellen Skalierung seiner Hardware.
An der Börse spiegelte sich die operative Dynamik zum Ende der Handelswoche wider. Die Aktie von IonQ ging am Freitag bei 40,03 Euro aus dem Handel, was einem Tagesplus von 1,2 Prozent entspricht. Auf Wochensicht verzeichnete das Papier damit einen Zuwachs von 17 Prozent.
Rechner geht an NVIDIA und US-Universität
Die Zusammenarbeit mit NVIDIA sieht vor, dass das Modell Superion 256 als erste On-Premises-Installation im dortigen Quantenforschungszentrum eingerichtet wird. Erste Auslieferungen an Kunden stellt IonQ für das Jahr 2027 in Aussicht. Für die Architektur mit gefangenen Ionen ist die Einbindung in die Forschungsumgebung des Chipherstellers ein prestigeträchtiger Nachweis im Hochleistungsrechnen.
Parallel dazu gab IonQ am Donnerstag bekannt, dass die Florida International University das System für eine feste Installation ausgewählt hat. Der entsprechende Vertrag umfasst den ersten Verkauf und Einsatz eines Superion-256-Rechners im US-Bundesstaat Florida. Die Fertigstellung der Campus-Anlage ist für Ende 2027 geplant, finanzielle Details zum Vertragsumfang nannten die Beteiligten nicht.
Fortschritte in Forschung und Netzwerk
Auf technischer Seite meldete IonQ am Dienstag zudem einen Fortschritt bei der Stabilität von Quantenoperationen. Dem Unternehmen gelang nach eigenen Angaben der erfolgreiche Test eines Echtzeit-Decoders zur Quantenfehlerkorrektur, der vollständig auf einem herkömmlichen Hauptprozessor betrieben werden kann. In Testszenarien bewältigte die Architektur Schaltungen mit bis zu 408 logischen Qubits sowie mehr als 31,5 Millionen Quantenoperationen.
Ergänzend zu den Erfolgen in den USA baut der Konzern auch seine internationale Präsenz aus. Eine strategische Partnerschaft mit dem Technologieunternehmen SDT soll Quantenrechner und Quantennetzwerke im asiatisch-pazifischen Raum etablieren. Vereinbart ist unter anderem der Aufbau eines Superion-256-Systems sowie eines Quantenspeichermoduls in Südkorea.
Nach dem Abschluss der Übernahme von SkyWater hob IonQ seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 an. Die Unternehmensführung peilt seither Erlöse zwischen $450 Millionen und $460 Millionen an, nachdem zuvor eine Spanne von $280 Millionen bis $290 Millionen in Aussicht gestellt worden war.
Vor rund zwei Wochen veräußerten Mitglieder der Führungsebene im Zuge des Auslaufens von Aktienhaltefristen Anteile zur Begleichung von Steuerpflichten. Die weiteren Auslieferungsfortschritte der Superion-Generation dürften in den kommenden Quartalen maßgeblich bestimmen, wie schnell IonQ seine angehobenen Jahresziele erreicht.
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