IPD: EBITDA-Prognose auf 54,5–55,3 Millionen AUD

IPD Group erhöht Gewinnprognose für 2026 deutlich, dennoch fällt der Aktienkurs. Analysten sehen Gewinnmitnahmen als Ursache.

Die Kernpunkte:
  • EBITDA-Prognose um 18 Prozent angehoben
  • Wachstumstreiber: IPD, EX Engineering, CMI
  • Rechenzentrumssparte legt um 25 Prozent zu
  • Aktie trotz positiver Nachrichten im Minus

IPD Group hat die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der australische Anbieter von elektrischer Infrastruktur rechnet nun mit einem deutlich stärkeren Ergebnis, trotzdem reagierte der Markt mit Verkäufen. Das passt nicht auf den ersten Blick zusammen.

Prognose steigt klar an

Für das Geschäftsjahr bis Ende Juni 2026 stellt das Unternehmen beim underlying EBITDA nun 54,5 bis 55,3 Millionen australische Dollar in Aussicht. Das läge rund 18 Prozent über dem Vorjahreswert von 46,4 Millionen Dollar. Beim underlying EBIT erwartet IPD Group 46,3 bis 47,1 Millionen Dollar, also etwa 19 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Ohne das jüngst übernommene Geschäft Platinum Cables liegt die Zielspanne etwas darunter, aber weiter klar im Plus. Auch hier verweist das Management auf robuste Entwicklung in den Kernbereichen.

Wachstum kommt aus mehreren Sparten

Treiber sind vor allem die Geschäftsbereiche IPD und EX Engineering. CMI Electrical soll sogar ein Rekordergebnis liefern und inzwischen mehr Umsatz erzielen als vor der Übernahme. Hinzu kommt das Geschäft mit Rechenzentren, das im Jahresvergleich um 25 Prozent gewachsen ist.

Parallel dazu verbessert sich die Kostenstruktur. Die operativen Aufwendungen sinken gemessen am Umsatz, weil das Unternehmen gezielt in die Basis investiert hat. Die Bruttomarge dürfte zwar ungefähr auf dem Niveau des ersten Halbjahres bleiben, weil der Auftragsmix komplexer und wettbewerbsintensiver wird. An der positiven Gesamtentwicklung ändert das vorerst wenig.

Aktie gibt nach

Trotz der angehobenen Prognose fiel die Aktie am Mittwoch auf 6,19 australische Dollar. In den vergangenen sieben Tagen liegt das Papier damit 11,4 Prozent im Minus. Auf Sicht von 30 Tagen steht noch ein Plus von 8,24 Prozent zu Buche.

Der Kurs hatte zuvor kräftig zugelegt und lag zuletzt nur knapp unter dem Hoch von 6,35 Dollar aus der vergangenen Woche. Seit dem Tief bei 4,05 Dollar Ende März hat sich die Aktie zwar deutlich erholt, aber die Schwankungsbreite bleibt hoch. Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von gut 52 Prozent ist das Papier alles andere als ruhig.

Akquisitionen treiben die Story

IPD Group baut seine Reichweite seit einiger Zeit über Zukäufe aus. Platinum Cables, CMI Electrical und EX Engineering erweitern das Geschäft in Richtung Industrieinfrastruktur, Spezialausrüstung und energienahe Dienstleistungen. Der Konzern meldet zugleich, dass einzelne übernommene Einheiten inzwischen stärker wachsen als vor der Übernahme.

Am Markt könnte genau diese Kombination den Ausschlag geben: viel Positives ist bereits im Kurs enthalten, während die Aktie nach der starken Rally zuletzt anfällig für Gewinnmitnahmen blieb. Am 20. Mai hat IPD Group die Prognose angehoben, und die nächsten Impulse dürften vom weiteren Auftragsbestand und der Entwicklung im Infrastrukturgeschäft kommen.

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