IperionX Aktie: US-Armee erteilt zweiten Auftrag
IperionX sichert sich bis zu 25,4 Millionen US-Dollar vom US-Heer, während die Aktie nahe dem Jahrestief notiert und Jefferies zum Kauf rät.

- US-Heer sagt 11,5 Millionen Dollar zu
- Aktie liegt nahe dem 52-Wochen-Tief
- Jefferies startet Beobachtung mit Kaufempfehlung
- Tennessee-Projekt weist 813 Millionen Dollar Kapitalwert aus
IperionX hat einen weiteren bedeutenden Auftrag des US-Heeres erhalten, um die heimische Produktion von Titankomponenten voranzutreiben. Während das Unternehmen operativ wichtige Meilensteine setzt, steht die Aktie an der Börse unter Druck und notiert nur knapp über ihrem Jahrestief.
Großauftrag für die Titan-Produktion
Am 31. August gab IperionX bekannt, dass die US-Armee einen zweiten Task Order im Rahmen eines bestehenden Vertrags erteilt hat. Dieser Auftrag hat einen potenziellen Gesamtwert von bis zu 25,4 Millionen US-Dollar, wovon 11,5 Millionen US-Dollar bereits fest zugesagt sind.
Ziel der Kooperation ist es, die Kapazitäten für die Herstellung von Titanpulver und daraus gefertigten Bauteilen in den USA zu erweitern. Dies unterstreicht die strategische Bedeutung des Unternehmens für die heimische Verteidigungsindustrie.
Trotz dieser operativen Fortschritte spiegelt der Aktienkurs die Nachrichtenlage derzeit nicht wider. Der Titel schloss am Freitag bei 1,65 € und damit nur noch 3,0 % über dem 52-Wochen-Tief von 1,60 €. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits 47 % an Wert verloren. Dennoch gibt es positive Signale von der Analystenseite: Das Analysehaus Jefferies hat am 2. September die Beobachtung des Wertes mit einer Kaufempfehlung gestartet.
Finanzielle Basis für den Kapazitätsaufbau
In der ersten Jahreshälfte 2026 verzeichnete IperionX einen Verlust von 0,10 US-Dollar pro Aktie, wobei das Unternehmen noch keine Umsätze generierte. Die Ausgaben beliefen sich in diesem Zeitraum auf insgesamt 34,8 Millionen US-Dollar. Zum Ende des Berichtszeitraums verfügte IperionX über liquide Mittel in Höhe von 65,8 Millionen US-Dollar.
Diese finanziellen Reserven wurden gezielt eingesetzt, um den Ausbau der Infrastruktur voranzutreiben. Über 31 Millionen US-Dollar flossen in Investitionsausgaben, während mehr als 10 Millionen US-Dollar für Forschung und Entwicklung aufgewendet wurden. Dieser Fokus auf den Kapazitätsaufbau spiegelt die Vorbereitungen auf die geplante industrielle Fertigung wider.
Langfristige Perspektiven in Tennessee
Ein wesentlicher Eckpfeiler der Unternehmensstrategie bleibt das Titan Critical Minerals Project in Tennessee. Bereits am 4. Juni wurde die endgültige Machbarkeitsstudie vorgelegt. Diese sieht für das Projekt über eine Minenlaufzeit von 14 Jahren einen Kapitalwert nach Steuern von 813 Millionen US-Dollar sowie einen freien Cashflow von 1,9 Milliarden US-Dollar vor.
Neben Titan sollen dort auch schwere Seltenerdkonzentrate und Zirkon produziert werden. Parallel zur technischen Planung verstärkte sich das Unternehmen auf Führungsebene: Seit dem 3. August ergänzt Michael J. Loparco als unabhängiger, nicht geschäftsführender Direktor das Board, um die weitere Entwicklung des Unternehmens zu begleiten.
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