Iran bietet USA Plan für Straße von Hormus an

Teherans Stufenplan verlangt US-Vorleistungen; Trump lehnt ihn ab und stellt mögliche Luftangriffe nach der Wahl in Aussicht.

Die Kernpunkte:
  • Iranischer Vorschlag über Katar übermittelt
  • US-Vorleistungen als erste Bedingung
  • Trump weist den Stufenplan zurück
  • Luftangriffe nach Novemberwahl in Aussicht gestellt

Teheran spielt den Ball nach Washington, eine rasche Entspannung an der wichtigsten Ölpassage der Welt zeichnet sich dennoch nicht ab. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat den USA über Katar einen Sieben-Tage-Plan zur Wiederöffnung der blockierten Straße von Hormus vorgelegt. In Washington stößt der Vorstoß allerdings auf direkte Ablehnung.

Bedingungen aus dem Juni-Abkommen

Nach den Vorstellungen Teherans sollen die Vereinigten Staaten zunächst konkrete Vorleistungen erbringen. Araghtschi verweist auf Vereinbarungen aus dem Rahmenabkommen vom Juni, die Washington innerhalb von vier bis fünf Tagen umsetzen könne. Erst danach soll der Seeweg für den Transport von Rohöl und Flüssiggas wieder freigegeben werden.

Das Abkommen vom Juni sollte die Durchfahrt eigentlich dauerhaft sichern, brach infolge fortgesetzter militärischer Angriffe beider Seiten jedoch rasch zusammen. Für eine dauerhafte Einigung fordert Teheran unter anderem die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte, ein Ende von Hafenblockaden sowie den Verzicht auf Einmischung in innere Angelegenheiten. Am Ende des vorgeschlagenen Stufenplans sollten Verhandlungen über ein umfassendes Abkommen stehen, das auch das iranische Atomprogramm einschließt.

Washington setzt auf Konfrontation

Aus Regierungskreisen in Washington hieß es zunächst lediglich, man habe es nicht eilig und führe konstruktive Gespräche über Vermittler. US-Präsident Donald Trump wies den iranischen Stufenplan jedoch zurück. Er stellte gegenüber Beratern in Aussicht, Luftangriffe auf iranische Ziele nach den US-Parlamentswahlen Anfang November wieder aufzunehmen.

Unterstrichen wird diese Haltung durch symbolische Gesten: Auf seiner Plattform Truth Social verbreitete Trump eine Karte der Seestraße, versehen mit dem Schriftzug „Trump-Meerenge“. Für die internationalen Energiemärkte bedeutet diese Konstellation anhaltende Unsicherheit, da eine diplomatische Lösung vor den US-Wahlen im November unwahrscheinlich bleibt.

Anzeige

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 26. September liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...