IREN Aktie: 10-Prozent-Sprung nach CoreWeave-Zahlen

IREN profitiert von starken Branchenzahlen der KI-Konkurrenz. Analysten sehen Aufwärtspotenzial, doch Kapitalbedarf und Volatilität bleiben Risiken.

Die Kernpunkte:
  • Kursplus dank KI-Branchenrallye
  • Analysten sehen deutliches Kurspotenzial
  • Kapitalerhöhung von sechs Milliarden Dollar
  • Hohe Volatilität als Risikofaktor

Starke Quartalszahlen von CoreWeave und Nebius haben am Mittwoch eine Rally bei Aktien aus dem Umfeld der KI-Infrastruktur ausgelöst – und IREN gehörte zu den größten Profiteuren. Das Papier legte gestern um 10,0 Prozent zu und schloss bei 37,92 Euro. Der Kurssprung zeigt, wie eng Anleger die Geschäftsentwicklung von IREN inzwischen an der gesamten Branche für KI-Rechenzentren messen.

Branchenweite Zahlen als Kurstreiber

CoreWeave meldete einen auf 2,6 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelten Quartalsumsatz und einen Auftragsbestand von 104,2 Milliarden Dollar. Nebius steigerte seinen Umsatz um 454 Prozent auf 582,3 Millionen Dollar und erhöhte seine Stromerzeugungsziele.

Auch Super Micro übertraf mit einer Bruttomarge von 17,5 Prozent die eigene Prognose deutlich. Diese Ergebnisse gelten am Markt als Beleg dafür, dass die Nachfrage nach Rechenkapazität für künstliche Intelligenz ungebrochen hoch bleibt – ein Umfeld, von dem auch IREN als Anbieter von Rechenzentrumsinfrastruktur direkt profitiert.

Innerhalb der Vergleichsgruppe fiel die Kursreaktion unterschiedlich stark aus: Während CoreWeave zeitweise um rund 18 bis 20 Prozent zulegte und Nebius sogar um mehr als 30 Prozent, bewegte sich IREN je nach Handelsphase zwischen rund 5 und 10 Prozent im Plus.

Das Papier notiert damit weiterhin rund 45 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 68,61 Euro, das Anfang November markiert wurde, hat sich aber deutlich von seinem Jahrestief bei 14,70 Euro aus Mitte August des vergangenen Jahres gelöst.

Analysten mit breiter Kurszielspanne

Die Wall Street bewertet IREN insgesamt konstruktiv, wenn auch mit erheblichen Unterschieden im Detail. Der Analystenkonsens lautet auf „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel, das ein deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Niveau signalisiert.

Cantor Fitzgerald stuft die Aktie mit „Overweight“ und einem Kursziel von 99 US-Dollar am optimistischsten ein, BTIG und Jefferies sehen „Buy“-Ratings mit Zielen um 80 und 79 Dollar. Goldman Sachs bleibt dagegen bei „Neutral“, Needham bei „Hold“ – ein Hinweis darauf, dass die Bewertung des Wachstumsprofils unter Analysten weiterhin umstritten ist.

Für das kommende Quartal, dessen Zahlen für den 16. September angekündigt sind, rechnen Analysten mit einem Umsatz von 136,08 Millionen US-Dollar, ein Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, bei einem erwarteten Verlust je Aktie von 0,53 Dollar.

IREN hatte zuletzt sein Ziel für die annualisierte Umsatz-Run-Rate auf über 4 Milliarden Dollar angehoben, gestützt auf mehrjährige Cloud-Verträge mit KI-Entwicklern im Volumen von 2,8 Milliarden Dollar.

Kapitalintensives Wachstum als Risikofaktor

Das hohe Investitionstempo bleibt der zentrale Unsicherheitsfaktor. Im vergangenen Quartal gab IREN mit 1,36 Milliarden US-Dollar mehr als das Neunfache des Quartalsumsatzes für den Kapazitätsausbau aus.

Um diesen Expansionskurs zu finanzieren, hat das Unternehmen eine Eigenkapitalerhöhung von bis zu 6 Milliarden Dollar angekündigt – ein Schritt, der bestehende Aktionäre verwässern kann. Der Aktie stehen mit 2,21 Milliarden Dollar Cash Schulden von 3,96 Milliarden Dollar gegenüber.

Mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 140 Prozent bleibt das Papier ein Hochrisikoinvestment, dessen Kursverlauf stark von der Stimmung im gesamten KI-Infrastruktursektor abhängt. Der jüngste Kurssprung verdeutlicht diese Abhängigkeit: Nicht eigene Unternehmensmeldungen, sondern die Ergebnisse der Wettbewerber CoreWeave, Nebius und Super Micro waren gestern der auslösende Faktor für die Kursbewegung bei IREN.

Anzeige

IREN-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IREN-Analyse vom 13. August liefert die Antwort:

Die neusten IREN-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IREN-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

IREN: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu IREN