IREN Aktie: 128 Prozent Aufwärtspotenzial ausgerufen

Northland bewertet IREN mit Outperform und nennt 99 Dollar als Ziel. KI-Verträge, Rechenzentren und der Sweetwater Hub prägen den Ausbau.

Die Kernpunkte:
  • Northland startet IREN-Bewertung mit Outperform
  • Analyst nennt 99 Dollar als Kursziel
  • KI-Verträge sichern vier Milliarden Dollar ARR
  • Sweetwater Hub erreicht zwei Gigawatt

Am Freitag hat das Analysehaus Northland Capital Markets die Beobachtung von IREN mit der Einstufung „Outperform“ aufgenommen. Analyst Nehal Chokshi rief dabei Medienberichten zufolge ein Kursziel von 99 $ aus. Gemessen am vorangegangenen Schlussstand von 43,48 $ entspricht diese Zielmarke einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von 128 Prozent.

Die Kaufempfehlung spiegelt das Vertrauen in die fortschreitende Neuausrichtung des Konzerns wider. IREN treibt den Aufbau von Hochleistungsrechenzentren für Künstliche Intelligenz voran. Das Management setzt darauf, die wachsende Nachfrage nach spezialisierter Rechenleistung durch großvolumige Infrastrukturprojekte und langfristige Partnerschaften zu bedienen.

Ausbau der vertraglich gebundenen Erlöse

Das Fundament dieser Entwicklung bilden umfangreiche Vereinbarungen mit Entwicklern von KI-Anwendungen. Bereits am 20. Juli meldete IREN den Abschluss neuer Mehrjahresverträge mit einem Gesamtvolumen von 2,8 Milliarden $. Zu diesem Zeitpunkt waren rund 85 Prozent der Zielmarke fest gebunden.

Diesen Trend untermauerten die Angaben im Bericht zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Das Unternehmen vereinbarte einen weiteren Mehrjahresvertrag mit einem führenden KI-Labor. Für die anvisierten Kapazitäten beläuft sich der vertraglich gebundene annualisierte wiederkehrende Umsatz (ARR) auf 4 Milliarden $, während der operative ARR Ende August bei 1 Milliarde $ lag.

Zur Finanzierung der benötigten Rechentechnik greift das Unternehmen auf strukturierte Finanzierungsmodelle zurück. Laut Unternehmensangaben decken zweckgebundene GPU-Finanzierungen im Umfang von 2,8 Milliarden $ rund 90 Prozent der anfallenden Investitionsausgaben für die Prozessoren ab. Dieser Ansatz soll den Ausbau beschleunigen, ohne die eigene Bilanz übermäßig mit direkten Hardwarekäufen zu belasten.

Großprojekt am Sweetwater Hub in Texas

Parallel dazu treibt das Unternehmen die Netzanbindung seiner Energieprojekte voran. Vor rund zwei Wochen wurde der Sweetwater Hub mit einer Kapazität von 2 Gigawatt unter Auflagen in den sogenannten „Batch Zero“-Prozess des texanischen Netzbetreibers ERCOT aufgenommen und als Grundlast eingestuft.

Die zugehörige Infrastruktur nimmt sukzessive Gestalt an. Das Hochspannungsumspannwerk Sweetwater 1 ging bereits früher im Jahr 2026 ans Netz. Am selben Standort schreitet der Bau von Rechenzentrumskapazitäten mit brutto 300 Megawatt voran, deren Übergabe für das vierte Quartal 2027 anvisiert ist.

Vorbörslicher Rücksetzer nach Kursanstieg

An den Börsen legte das Papier nach den jüngsten Expansionsmeldungen spürbar zu. Im vorbörslichen Handel steht der Kurs bei 40,55 Euro, was einem Minus von 1,6 Prozent entspricht. Trotz dieser leichten Konsolidierung verzeichnet die Aktie auf Sicht von 30 Tagen ein Plus von 19 Prozent.

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