IREN Aktie: 2,4 Milliarden Dollar für NVIDIA-Infrastruktur
IREN erhält Netzanschluss für den Texas-Hub und sichert 2,4 Milliarden US-Dollar Finanzierung, während ein Quartalsverlust von 684 Millionen belastet.

- Texas-Projekt mit 2 Gigawatt aufgenommen
- Finanzierung über 2,4 Milliarden US-Dollar
- NVIDIA-Vertrag bringt 3,4 Milliarden US-Dollar
- Quartalsverlust durch Wertminderungen geprägt
Das Infrastrukturunternehmen IREN hat am vergangenen Dienstag einen entscheidenden Fortschritt bei der Entwicklung seines Sweetwater Hubs in Texas erzielt.
Der Netzbetreiber ERCOT hat den geplanten Standort mit einer Kapazität von 2 Gigawatt bedingt in den sogenannten „Batch Zero“-Prozess aufgenommen. Damit wird das Projekt als Grundlast („Base Load“) in das Verfahren zur Netzkopplung integriert, was ein zentrales Risiko für den geplanten Ausbau der KI-Rechenzentren des Unternehmens erheblich reduziert.
Milliarden-Finanzierung für NVIDIA-Infrastruktur
Parallel zur regulatorischen Absicherung des texanischen Hubs treibt das Unternehmen die technologische Aufrüstung massiv voran. Medienberichten vom Freitag der Vorwoche zufolge wurde ein privates Finanzierungspaket in Höhe von insgesamt 2,4 Milliarden US-Dollar gesichert.
Diese Kapitalspritze, die unter der Führung von Blue Owl Capital steht, setzt sich aus einem erstrangigen befristeten Darlehen über 1,2 Milliarden US-Dollar und besicherten Anleihen im gleichen Volumen zusammen.
Die Mittel sind zweckgebunden für die Beschaffung und den Einsatz der neuen Blackwell Ultra Grafikprozessoren von NVIDIA am Campus in Mackenzie. Co-CEO Daniel Roberts erklärte dazu bereits am Montag der Vorwoche, dass bestehende Kreditfazilitäten und Vorauszahlungen von Kunden ausreichen sollten, um die Investitionsausgaben für das Geschäftsjahr 2027 vollständig zu decken. Damit sinkt die Notwendigkeit für kurzfristige Kapitalerhöhungen über den Aktienmarkt, was den Druck auf den Kurs durch mögliche Verwässerungen mindert.
Partnerschaft mit NVIDIA stärkt KI-Wachstumsstory
Die strategische Bedeutung der Partnerschaft mit dem Chip-Giganten NVIDIA wurde am vergangenen Mittwoch weiter untermauert. NVIDIA gab bekannt, verstärkt mit australischen Partnern wie IREN zusammenzuarbeiten, um die Kapazitäten für sogenannte KI-Fabriken zu erweitern. Dabei geht es vor allem um die Bereitstellung von Flächen, Strom und Gebäudehüllen.
Bereits in der Woche davor wurde über den Abschluss eines fünfjährigen Cloud-Service-Vertrags mit NVIDIA im Volumen von 3,4 Milliarden US-Dollar berichtet.
Ergänzt wird diese Vereinbarung durch eine Eigenkapitalzusage von bis zu 2,1 Milliarden US-Dollar sowie Optionsscheine auf 30 Millionen Aktien zu einem Ausübungspreis von 70 US-Dollar. Bis zum Jahresende strebt das Unternehmen einen vertraglich gesicherten, jährlich wiederkehrenden Umsatz (ARR) von rund 4 Milliarden US-Dollar an.
Quartalsergebnis durch Sondereffekte belastet
Die finanzielle Performance zeigt jedoch die Kosten der rapiden Transformation. In dem am 30. Juni geendeten vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte IREN im Bereich KI-Cloud einen Umsatz von 70,5 Millionen US-Dollar.
Dem steht ein Nettoverlust von 684 Millionen US-Dollar für das Berichtsquartal gegenüber. Dieser hohe Fehlbetrag resultiert laut Medienberichten primär aus nicht zahlungswirksamen Wertminderungen in Höhe von 450,4 Millionen US-Dollar.
Trotz dieser bilanziellen Belastungen bleibt das Interesse institutioneller Anleger bestehen. So gab der Public Employees Retirement System of Ohio am Freitag der Vorwoche ein neues Investment in Höhe von 4,21 Millionen US-Dollar in IREN bekannt. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 37,59 € nahezu unverändert.
Das Papier notiert damit aktuell etwa 7,6 % über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 34,94 €. Seit Jahresbeginn konnte der Wert eine positive Entwicklung von 11 % verzeichnen, was den anhaltenden Optimismus bezüglich der Neuausrichtung auf das KI-Infrastrukturgeschäft widerspiegelt.
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