IREN Aktie: Ein freudiger Gewinn!

Trotz eines 9,7-Milliarden-Dollar-Vertrags mit Microsoft rät Jim Cramer zur Vorsicht bei IREN. Der Kapitalbedarf des KI-Infrastrukturanbieters bleibt ein Risikofaktor.

Die Kernpunkte:
  • Cramer empfiehlt Gewinnmitnahmen bei IREN
  • Milliardenvertrag mit Microsoft unterzeichnet
  • Hoher Kapitalbedarf als Warnsignal
  • Mehrheit der Analysten rät zum Kauf

Jim Cramer rät zum Gewinnnehmen bei IREN — ausgerechnet während das Unternehmen einen der größten Infrastrukturverträge seiner Geschichte vorweisen kann. Dieser Widerspruch beschreibt die Lage bei dem australischen KI-Infrastrukturanbieter ziemlich treffend.

Am 26. April empfahl der CNBC-Moderator in seiner Sendung „Mad Money“, Gewinne bei IREN mitzunehmen. Er verglich das aktuelle Marktumfeld für Technologie- und Infrastrukturwerte mit der Volatilität der frühen 2000er-Jahre und nannte den Sektor „spekulativ“. Sein zentrales Argument: IRENs kontinuierlicher Kapitalbedarf berge strukturelle Risiken für Aktionäre.

Microsoft-Vertrag als Anker

Cramers Skepsis trifft ein Unternehmen, das gerade seinen bislang größten Abschluss präsentiert. IREN hat einen Fünfjahresvertrag mit Microsoft über 9,7 Milliarden US-Dollar unterzeichnet. Microsoft erhält damit Zugang zu 200 Megawatt Kapazität im Rechenzentrum im texanischen Childress — und IREN sichert sich daraus rund 1,94 Milliarden Dollar jährlich wiederkehrende Einnahmen.

Das Unternehmen betreibt mehrere KI-Rechenzentren und bietet GPU-as-a-Service an. Die gesicherte Stromkapazität über alle netzgebundenen Standorte liegt bei mehr als 4,5 Gigawatt. Würde IREN die Konditionen des Microsoft-Deals auf das gesamte Portfolio übertragen, ergäbe sich theoretisch ein Jahresumsatz von über 40 Milliarden Dollar. Allerdings stützen derzeit nur 460 Megawatt der gesicherten Kapazität tatsächlich KI-Anwendungen — der Weg dorthin ist kapitalintensiv.

Wachstum braucht Geld

CEO und Management haben offen über Skalierungsgrenzen gesprochen: Grundstückssicherung, Netzanschlüsse und Kühlinfrastruktur bremsen das Tempo. Bis Ende 2026 peilt IREN einen annualisierten Umsatz von 3,4 Milliarden Dollar an, die GPU-Flotte soll auf 150.000 Einheiten wachsen.

In den vergangenen acht Monaten hat das Unternehmen rund 9,3 Milliarden Dollar eingesammelt — über Kundenvorkasse und verschiedene Finanzierungsinstrumente. Hinzu kommt ein At-the-Market-Aktienprogramm über 6 Milliarden Dollar als zusätzliche Liquiditätsreserve. Genau diese permanente Kapitalaufnahme ist es, die Cramer als Warnsignal wertet.

Der Analystenkonsens fällt trotzdem klar aus: 72 Prozent der 18 erfassten Ratings lauten „Kaufen“, nur rund 11 Prozent empfehlen den Verkauf. Die Aktie notierte am 27. April bei 51,09 Dollar, die Marktkapitalisierung liegt bei knapp 19,4 Milliarden Dollar.

Am 7. Mai veröffentlicht IREN die Ergebnisse des dritten Geschäftsquartals 2026 — dann wird sich zeigen, wie nah Execution und Ambitionen tatsächlich beieinanderliegen.

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